Samstag, 18. Juni 2016

Ein Jahr Fernsehverbot

Was für uns früher immer eine Strafe war, ist für mich heute ein Segen. Vor einem Jahr habe ich sozusagen die Fernbedienung abgegeben. Der Fernseher im Wohnzimmer ist seither nur ein Dekoelement. Okay, so ganz ohne Flimmerkiste kommt man im Alltag nicht aus: Einmal wurde die Glotze angemacht, weil dort ein Sechsteiler gezeigt wurde, der bei uns auf Arbeit gedreht wurde. Und dann ist man mal irgendwo zu Besuch, wo bewegte Bilder durchs Wohnzimmer rauschen. Heutzutage wäre bei Kindern/Jugendlichen das Handy- oder Laptop/Tabletverbot schlimmer. Diese Medien habe ich aber auch immer noch am Laufen. 
Klüger oder konzentrierter bin ich nicht unbedingt geworden und auch die eckigen Augen sind nicht wieder rund. Aber einen Vorteil habe ich entdeckt: Ich habe mehr Zeit für andere Dinge, stehe nicht unter Stress um Punkt 20:15 zu Hause sein zu müssen oder zu anderen Serienzeiten. Ein Blick in die Fernsehzeitschrift zeigt mir, dass ich nichts verpasst habe und das Programm und die Filme identisch dem Programm von vor einem Jahr sind. Dafür lese ich bedeutend mehr und das nicht nur zu Hause. 
Ich weiß, schade um das teure Ding, aber DVDs kann man dort dann doch bedeutend besser sehen als auf dem Laptop :) Und Fußball EM im Radio zu verfolgen, finde ich auch viel spannender.

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