Samstag, 24. Januar 2015

Berolina Stammtisch - Linden-Garten

Der erste Stammtisch des Jahres und der 100. in der Berliner Geocachergeschichte. Auftakt des Jahres machte wieder der Lindengarten in Alt-Buckow. Nach einem Tag mit ganz viel frischer Luft, knurrte der Magen. Ich setze mich zu 2x Mr-XXXX und es kamen noch WWFibis und Lining30 dazu. Es gab auch einen Eventcache, den man sich erstmal mühsam neben dem Essen errätseln musste und damit nicht genug, man musste auch noch mit vollem Mund puzzeln.
App voller Mund: Es gab ausgelöstes Backhendl mit Salat und zum Nachtisch habe ich noch eine Tante Klara vernascht.
Es war ein unterhaltsamer Abend und es gab auch einen Neuzugang: Ralfs neuer Cachhund Sir Henry hatte heute seine Stammtischpremiere - ein süßer Cocker Spaniel.



Mit Blick über die Döberitzer Heide

Auf der Suche nach neuen Türme, klangen immer noch die Worte eines alten Mannes in meinen Ohren. In der Nähe von Ferch sollte es auf dem Wietkiekenberg einen Aussichtsturm geben. Das Internet konnte mir auch nur wage Angaben machen: Feuerwachturm, Sendemast, geplanter Aussichtsturm. So schaute ich mir das lieber vor Ort an. Auf der 125 Meter hoch gelegenen Bergspitze fand ich die Reste eines Feuerwachturms, daneben stand ein Funkmast und an diesem gab es ein unvollständiges Treppengerüst. Tja, was auch immer mir der alte Mann mitteilen wollte, es liegt wohl noch in der Zukunft.

Damit ich dann doch noch zu meinem Turmerlebnis komme, habe ich das Auto Richtung Döberitzer Heide gelenkt. Hier erwartete mich zunächst ein Fußmarsch von 4,2 Kilometern durch das riesen Naturschutzgebiet. Der Weg war markiert und es wurde dringlichst vom verlassen gewarnt, da man sich auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz befindet. Bald erreichte ich ein dreifach eingezäuntes Gelände mit noch mehr Warnschildern: Freilaufende große Wildtiere. Bin ich jetzt bei Jurassic Park gelandet? 
Des Rätsels Lösung gaben die Infotafeln am Turm, den ich nach weiteren 2 Kilometern erreichte. In der Wildkernzone wurden Rothirsche, Wisente und Przewalski-Pferde ausgesetzt und sollen hier unbeeinflusst leben und gedeihen. Gesehen habe ich aber keine. 
Den Turm hatte ich heute für mich alleine, ich hätte ihn mir auch nur mit maximal 9 Leuten teilen dürfen. Obenauf wusste ich auch bald warum, es schaukelte auch unter mir schon ganz schön. Dafür erwartete mich oben ein schöner Ausblick und die Sonne, die allerdings schon kurz vom Untergang war. So machte ich mich lieber wieder auf den Rückweg, denn ich wollte die 4,2 Kilometer noch vor dem Einsetzen der Dunkelheit schaffen.






Samstag, 17. Januar 2015

Über der Lausitz - 5 Türme Tour

Der heutige Ausflug ergab sich eher zufällig. Als ich las, dass die Schrotties heute ihr Turmdiplom planten, stutzte ich ein wenig und wies auf die saisonalen Öffnungszeiten hin. So ergab es sich, dass die beiden Richtung Lausitz umplanten und ich war dann mit an Bord.


Die erste Station war der Aussichtsturm am Felixsee in der Nähe von Döbern. Für mich war es der zweite Besuch und ich war wieder einmal überwältigt über den Ausblick und das Bauwerk ansich. Einen Cache gab es auch noch als Beifang, eine Letterbox, die sich damals etwas zierte und nicht zu mir hinab wollte.


Weiter ging unsere Tour nach Kleinkoschen an den Sedlitzer See. Hier rostete immernoch die Landmarke, der Rostige Nagel vor sich hin. Auch hier bin ich vor einiger Zeit schon einmal gewesen und die Erinnerungen sind auch noch immer präsent. Den Gedanken nachhängend ging es auf diesen fantastischen Turm hinauf. Ich suchte am Horizont nach unserem nächsten Ziel, konnte es aber noch nicht erblicken. 


Nach eineinhalb Kilometern Fußmarsch kam der schiefe Turm in unser Blickfeld. Er steht am südlichen Ufer des Senftenberger Sees und ist mit einer Neigung zum See errichtet worden. Hier erwarteten uns 180 teilweise glatte Stufen und ein wunderbarer Ausblick auf Senftenberg, die Seenlandschaft und auch auf das angrenzende Sachsenland.


500 Treppenstufen hoch und wieder runter verlangen ihren Tribut, wir hatten Hunger und suchten uns in Senftenberg etwas zu Essen. Im Tiroler Stadl konnten wir unsere Kraftreserven wieder auffüllen bei Geflügelleber mit Kartoffelbrei und Schnitzel für Maik und Evi und bei Österreichischem Ambiente.


Gestärkt und etwas Träge wurde es Zeit zum nächsten Höhenpunkt aufzubrechen. Vom Turm in Hörlitz hat man einen klasse Blick auf den Lausitz Ring und auch auf einen alten Tagebaubagger. Hier kamen Maik und Evi ins Schwärmen, denn hier wurden in beiden Erinnerungen an großartigen Events geweckt. 


Und weil noch immer Tageslicht übrig war, war das fünfte und letzte Ziel die Steinitzer Treppe am Tagebau Welzow Süd. Dieser Aussichtspunkt erinnerte mich stark an eine Rolltreppe, die im Nirgendwo endet. Nachdem wir 2 Euro in den Automaten geworfen hatten, öffneten sich die Tore zur Treppe gen Himmel für uns. Oben angekommen erstreckte sich vor uns das aktive Tagebaugebiet mit den Sandbergen und den Baggern und der untergehenden Sonne.





Sonntag, 11. Januar 2015

Kino: Nachts im Museum 3

Kaltes, nasses und ungemütliches Wetter draußen und Nachbarn, die lieber daheim ihren Gelüsten nachgehen drinnen. Meine Flucht endete im Kino, dort versuchte ich bei Nachts im Museum 3 wieder andere Bilder in den Kopf zu bekommen. 
Kino ist immer so eine Sache. Man weiß nie, wer die gleiche Idee hat. Mit etwas Glück sitzt man alleine oder man kennt seinen Sitznachbarn oder es ist ein hübscher junger Mann. Ich hatte heute Pech. Das kleinere Übel war eines der unzählig anwesenden Kindern rechts von mir. Zu meiner Linken saß ein schmieriger Typ, der immer laut auflachte und dabei erwartungsvoll in meine Richtung schaute. Ich blendete ihn einfach aus, rückte ein Stückchen weiter nach rechts und gab mich den Phantasien des Regisseurs hin.
Ich erfreute mich an Ben Stiller und seinen Museumsfreunden. Als Robin Williams auf der Leinwand erschien, trieb es mir die Tränen in die Augen, aber diese wurden von den vielen Gags wieder getrocknet. Bei Fortsetzungen bin ich ja eher skeptisch, aber die Kinder rings um hatten genauso viel Spaß, wie ihre Eltern und wie ich. Und wenn es die DVD zu kaufen gibt, werde ich mir die gesamte Trilogie zulegen.

In Memory of Robin Williams


Samstag, 10. Januar 2015

Sturm auf den Aussichtsturm Wehlaberg

Vernunft und Unvernunft liegen dicht beinander. Das Richtige tun oder sich für den falschen Weg entscheiden, ist eine Sache von Sekunden. Manchmal ist es für einige Sachen einfach schon zu spät. Zu Spät aufstehen, die Zeit mit unwichtigen Sachen vergeuden und am Ende der innere Kampf zwischen Gut und Böse. Mit etwas Gottvertrauen geht es dann am Ende meistens gut.

Es ist ein warmer Tag, jedoch nicht windstill. Der Sturm von gestern macht nur mal eine kleine Pause und blies ein paar Regenwolken vor sich hin. Nach einem kleinen Bummel durchs Shoppingcenter befand ich mich auf dem Weg nach Köthen (Unterspreewald). Vor Augen hatte ich den Aussichtsturm auf dem Wehlaberg. Doch wie kommt man da hin? Es war halb drei, als ich am Pichersee das Auto abstellte. Den Wegweiser hatte ein umgestürzter Baum deformiert. Wo also lang? Ich entschied mich für den Weg am See entlang. Warum weiß ich auch nicht und auf halber Strecke kamen mir Zweifel: Wetter, Entfernung, Zeit und ich ging zurück zum Auto. Ich wollte Aufgeben und ein anderes mal wieder kommen. Doch das kleine Teufelchen dirigierte mich am Auto vorbei zum Weg oberhalb des Sees entlang. Keine zwei Stunden Tageslicht und laut Wegweiser 1,5 Kilometer Fußmarsch. Der Wind fuhr in Böen durch das Geäst, aber es war noch trocken und immer wieder windstill. Der Weg gewann an Höhe und der Pfad schlängelte sich durch die Krausnicker Berge bis ich ein Auto in der Ferne stehen sah. Am Fuße des Wehlaberg, genau unterhalb des Aussichtsturm stand es. Warum habe ich hier nicht geparkt? Egal. Erstmal die GoPro gezückt und rauf auf den Turm. Oben angekommen pustete der Wind schon enorm, aber es war auch ein wenig Sonnenlicht am Horizont zu sehen und tauchte die gigantische Kuppel des Tropical Island in helles Licht. 



Ein Cache sollte es hier oben auch noch geben, doch der Sturm nahm immer mehr zu und auch das Tageslicht schwand schon. So trat ich den Rückweg an. Ich will nicht sagen, dass ich Angst hatte, aber im Wald war es noch ein Stück dunkler und der Wind rieb die Äste aneinander und ließ das Holz knarren, ein paar Rehe flüchteten durchs Unterholz und bald merkte ich die ersten Tropfen. Zum Glück ging es bergab bedeutend schneller und nach einer kleinen Cachepause - böses Teufelchen - erreichte ich das Auto noch bevor der Regen richtig einsetzte. Der Orkan brach dann erst an der Stadtgrenze von Berlin über mich herein.





Sonntag, 4. Januar 2015

Aussichtsturm Götzer Berg

Stürmische Böen fegen über den Aussichtsturm. Er schwangt, aber nur ganz leicht. Mein Gesicht schmerzt schon vor Kälte. Doch die Aussicht ist fantastisch und hier und da lugt dann auch die Sonne hervor. 

Nachdem ich gestern den Tag mit Arbeit verbracht hatte, wollte ich mein Restwochenende irgendwo in der Natur verbringen. Das heutige Ziel waren die Götzer Berge mit dem Aussichtsturm. So fuhr ich in das westliche Brandenburg und hielt zunächst in Phöben an. Der Wachtelberg-Cache versprach eine tolle Aussicht auf Werder und die Havel. Da die Dose vor einiger Zeit weg kam, habe ich auch gleich eine neue im Gepäck gehabt und diese dort ausgelegt. Und nachdem ich die Aussicht genossen hatte, führte mich mein Weg zum Lilienthal-Denkmal bei Derwitz. Hier unternahm Otto Lilienthal seine ersten erfolgreichen Flugversuche und man errichtete ihm 100 Jahre später ein Denkmal. Drei Caches später ging es dann endlich Richtung Götz und zum Aussichtsturm. Auch hier begleitete mich ein Cache, wegen dem ich dann die 146 Stufen gleich zweimal erklomm.