Dienstag, 23. August 2016

Antonio, ihm schmeckt's nicht

'Dumme Salat' sagt Antonio zu seinem Schwiegersohn, als sie auf dem Weg nach New York sind. Aber was macht Antonio hier? Wo ist Sara? Wollten Jan und Sara die Flitterwochen nicht alleine verbringen, bevor der Nachwuchs kommt? 
Schöner Schlamassel und alles wegen Antonio ...

Vor einigen Jahren stieß ich in einer im ICE ausliegenden Zeitschrift auf Auszüge von Antonio im Wunderland. Ich kringelte mich förmlich vor Lachen. Das Buch musste ich unbedingt haben und war begeistert und lachte noch mehr Tränen. 
Heute ging es dann ins Kino zu 'Antonio, ihm schmeckt es nicht' - so heißt der Kinofilm, dem Jan Weilers Buch als Grundlage diente. Als Fortsetzung zu 'Maria, ihm schmeckt's nicht' war der Film ganz nett, trotzdem finde ich die Bücher immer noch besser.  

Sonntag, 21. August 2016

Abends auf dem Landwehrkanal

Der alte OTTO
Heute habe ich mir meinen Geburtstagswunsch erfüllt: Eine abendliche Paddeltour durch Kreuzkölln. Schon vor gut einer Woche hatte ich dies vor, aber der Wetterbericht blieb den Tag hartnäckig bei Regen und so verschob ich die Aktion. Heute saß ich erstmal faul zu Hause herum und passte somit den Gewitterschauer am Nachmittag ab. Aber Bewegung musste dennoch her und so buchte ich einen der 5 verbliebenen Plätze der Abendtour bei Kajakberlintours. Eine Stunde vor Abfahrt fand ich mich am Urbanhafen ein und trieb mich dort noch etwas rum. Plötzlich zogen dunkle Wolken auf, es blitzte, donnerte und der Himmel öffnete seine Schleusen. Sollte das Paddeln heute wieder ins Wasser fallen?


Regen :(
Sonnenuntergang
Pünktlich 19:00 Uhr klarte es auf und sämtliche Teilnehmer kamen aus ihren Löchern hervor. Wir waren ein bunt gemischter Haufen: Eine Gruppe aus Kanada, Wahlberliner und Berlinbesucher waren dabei und alle bekamen erstmal eine Einweisung in die Boote und Paddeltechnik. Da es nicht so viele Einer gab, teilte ich mir mein Boot mit Jere(my) aus Ulm und wurde zur Steuerfrau (ohne Steueranlage) befördert. Mit der untergehenden Sonne im Rücken starteten wir auf dem Landwehrkanal gen Osten. Wir paddelten unter der Admiralsbrücke hindurch und trieben am Maybachufer entlang und genossen die Abendstimmung ringsum. Am Dreiländereck, wo sich Neukölln, Kreuzberg und Treptow treffen, gab es von unserem Tourguide einige Informationen. Die gebürtige Italienerin hat sich große Mühe gegeben, auch wenn es für mich etwas wirr erschien, aber für mich zählte vor allem das Erlebnis an sich.

Abendstimmung
Mittlerweile brach die Dämmerung über die Stadt hinein, sodass die Bootsbeleuchtung eingeschaltet wurde und wir uns auf den Rückweg machten. Die Tour hätte ruhig länger sein dürfen, als 5 km und wir hätten vielleicht gen Osten starten sollen, wegen des Sonnenuntergangs, aber egal, es war ein schönes Erlebnis. Und es gibt auch noch weitere Touren, die ich dann ein anderes mal mitmachen werde.




Mittwoch, 17. August 2016

Spende Blut, rette Leben

Immer wenn es sich ergibt, gehe ich zum Blutspenden. Vor knapp 15 Jahren habe ich damit angefangen und heute meine 25. Spende abgegeben. Jedenfalls sind 25 Spenden registriert, könnte aber auch die eine oder andere mehr sein, weil das DRK in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin nicht wirklich kooperieren. Aber mir soll es egal sein. Man mag über den Verein geteilter Meinung sein, aber für mich zählt zum einen, dass andere das Blut benötigen und zum anderen, dass ich meinen eigenen Nutzen dabei habe. Das kostbare rote Zeug habe ich dabei schon an den verschiedensten Orte gelassen: Schulen, Einkaufszentren, im Bus und heute mal wieder im Truck. Da gab es dann auch gleich die Urkunde, den goldenen Anstecker und einen Regenschirm für die 25. Spende, sowie das Präsent der Sommeraktion in Form eines Bluttropfen-Zusatzakku und einen Piccolo, weil ich vor kurzem Geburtstag hatte. 


Donnerstag, 4. August 2016

mÄHdRESCHER

Ein schöner Tag, Sonne, Wälder, Felder und alles scheint in Zeitlupe an uns vorbeizuziehen. Ein Blick in den Rückspiegel zeigt ein unverändertes Bild, ein Blick nach Vorne verspricht uns, dass es auch noch unbestimmte Zeit so bleiben wird. Ganz brav fahren wir hinter einem 12 Meter Mähdreschergespann hinterher. 
Zur Erntezeit nichts ungewöhnliches, doch fing diese Geschichte schon 40 Kilometer vorher an. Gerade die Stadt verlassen, betrug unsere Geschwindigkeit auch nicht mehr als 30 km/h und vor uns Autos, so weit das Auge reicht Autos. Was wohl dort vorne den Verkehr aufhält: Müllauto im nächsten Ort? Tour de France? Nach 8 km lichtet sich das Feld vor uns und wir kamen der Ursache auf die Spur: Ein Mähdreschergespann. Nach weiteren 3 km endlich die Chance zu überholen und so konnten wir uns wieder unserer Arbeit widmen. 45 Minuten später haben wir auch schon 2 weitere Punkte unserer Liste abgearbeitet, als wir uns mit gutem Tempo einem uns sehr bekanntem Heck näherten.
Oh nein! Und das Gespann schien das gleiche Ziel zu haben, wie wir auch. Wie in einem schlechten Film und es gab keine Möglichkeit diesem Alptraum zu entkommen. Wir wussten wenigstens, was den kilometerlangen Stau auslöste, nahmen eine bequeme Position ein und betrachteten die entgegenkommenden Autos, die von der Straße wichen und fast in den Graben ausweichen mussten. Bewunderten den entgegenkommenden 40 Tonner, der glücklicherweise eine angemessene Ausweichstelle hatte. Apropos Ausweichstelle: Warum hielt das Ungetüm nicht mal bei Gelegenheit an, um das Gefolge vorbeizulassen? Viele Möglichkeiten gab es zwar nicht, aber der Fahrer ließ alle aus.


Da ich nun viel Zeit hatte, schaute ich mal im Internet nach der Firma von der die Landmaschine auf Reisen geschickt wurde. Und rief auch gleich mal an: Guten Tag. Wir fahren gerade seit Ewigkeiten hinter einem ihrer Mähdrescher her, Wir sind gerade hier und seit dort fahren wir nun hinterher. Können Sie Ihrem Fahrer bitte bescheid geben, dass er doch mal die kilometerlange Schlange hinter sich vorbeilassen soll. Wahrscheinlich keine ausreichende Ausweichstelle? Oh, hier sind wir gerade an einer Idealen vorbeigefahren ... Man versicherte uns, sich darum zu kümmern ...
Ob es am Anruf lag oder nicht - keine Ahnung, aber nach weiteren 3 km fuhr Mähdrescher samt Begleitfahrzeug rechts ran und unsere 20 km Odyssee hatte ein Ende: + 60 Minuten wegen sturer Landmaschine.