Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick 2015

Der Plan für 2015 war Neuordnung: Scherben zusammenfegen, Zelte abbrechen und nur weg von hier. Es gab nichts mehr, was mich in dieser Stadt gehalten hat, dazu kam noch die Unzufriedenheit im Job. 
Und dann kommt es doch wieder anders. Eine Hand die mich festhält, ein Pakt der geschlossen wird, wenn du bleibst, bleibe ich auch und dann kam auch noch der Wendepunkt auf Arbeit - okay, ich bleibe.
Nein, kein neues Leben, nur wieder lebenswert im Chaos der Großstadt.

Was gab es dieses Jahr:

Ganz viele Türme: So um die 50 könnten es gewesen sein

Ganz wenig Caches: Keine 200 dieses Jahr, aber dafür zum 33. Geburtstag den 3333. Logbucheintrag

Ganz verrückte Events: Adventspaddeln - mit dem Kanu und Glühwein im Dezember auf der Warnow oder in der längsten Nacht mit Taschenlampe zum Frühstück auf den Brocken wandern

Ganz traurige Sache: Der Tod eines Cacherkollegen - gerade erst den Ruhestand erreicht - Ruhe in Frieden

Ganz viele Kilometer: Mit dem Rad unterwegs und auch ganz viel mit dem Kanu

Ganz viele Sachen zum letzten Mal: Die letzte Osterkerze, das letzte Weihnachten in Blankenhagen und die letzte Nacht in meinem alten Kinderzimmer steht noch bevor

Ganz viel Familie: Ostern mit den Münchenern, Einschulung von Till, (Un)Ruhestand der Eltern, Weihnachten mit den Eltern und Hirschburgern

Ganz viele Steinmännchen

Mit einem letzten Steinmännchen verabschiede ich das Jahr 2015 und begrüße das Jahr 2016. Euch allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr, bleibt gesund und Prost, dass alle Wünsche 2016 in Erfüllung gehen.




Samstag, 19. Dezember 2015

Sonnenaufgang auf dem Brocken - 3. Brockenfrühstück

Ich behaupte einfach mal, ich bin noch nie auf dem Brocken gewesen - bis heute.

Aber von Vorne: 
Von dem Event hatte ich schon mal gehört, man wandert früh auf den Brocken und erlebt gemeinsam den Sonnenaufgang oder auch nicht. Das Event findet eigentlich nach der längsten Nach des Jahres statt oder eben am Wochenende davor. Ralf kam mit der Anfrage, ob ich nicht Lust hätte mit ihm und Henry dorthin zu fahren - Na klar hatte ich das.
 

Pizzabrötchen
 Ein wenig Vorplanung und Vorbereitung später, ging es dann um 2 Uhr in Berlin los. Unser Startpunkt sollte Schierke sein und wir trafen dort 4:45 Uhr ein. Kurze Stärkung, dann warme Klamotten an und 20 Minuten später waren wir auf dem Weg. Am Anfang gingen wir ja noch einfach auf der Straße und dann ging es ins Brockenfeld. Bei den Geröllwegen kamen wir ganz schön ins Schwitzen und da bereuten wir für einen Moment unsere Klamottenwahl. Während Sir Henry scheinbar ohne Anstrengung den Weg auf sich nahm, hatten wir an einigen Abschnitten ganz schön zu kämpfen - habe ich schon erwähnt, dass es bis auf die Stirnlampen dunkel gewesen war? Nun waren wir sogar sehr glücklich über die Witterung, kein Glatteis, nur Matsch. Mit zunehmender Höhe kamen wir in eine Nebelwand und die Sicht verkürzte sich auf unter 2 Meter, die Temperaturen fielen immer weiter. Dann waren wir wieder auf der Straße und mittlerweile mitten unter weiteren Gleichgesinnten. Nach einigen weiteren hundert Metern war der Gipfel erreicht. Und wie wir schauten, sahen wir nichts - um es mit ein paar berühmten Worten zu sagen: "Viele Steine, Müde Beine, Aussicht Keine, Heinrich Heine" 0° Grad, Dunkelheit, Nebel und stürmische Böen - Hier oben waren wir froh über unsere Klamottenwahl.

Auf geht es
Lichter in der Nacht
Brocken auf dem Weg













Im Brockenhotel konnten wir uns erstmal aufwärmen, mussten aber wegen des Hundeverbots im Touristensaal in der Vorhalle verweilen. Hier gab es aber eine Menge bekannte und unbekannte Gesichter und viele Gespräche und verhungern brauchten wir dank unseres Proviant auch nicht - Schnitzel, Buletten, Pizzabrötchen und Glühwein. Den Sonnenaufgang konnte man des Nebels wegen nicht wirklich sehen, aber es war dafür hell draußen und nun konnte man die Landschaft schon mal erahnen und so fragte ich mich, ob das alles vorhin auch schon da war. Für den Rückweg entschieden wir uns für die Fahrt mit der Dampflok und warteten solange beim Brockenwirt am Bahnhof. Mittlerweile lichteten sich die Nebelfelder und man konnte bis ins Tal sehen. Auch die Sonne zeigte sich immer mal wieder. Die Fahrt mit der Bahn war fantastisch und wir ließen die wunderbare Landschaft an uns vorbeiziehen. Ein schöner und anstrengender Ausflug, der mir sehr viel Spaß gemacht hat. Insgesamt sind wir gut 11 Kilometer gewandert.
Vielleicht nächstes Jahr wieder.

Henry am Brocken
Ich am Brocken


Vorsicht, Rangierfahrt


Samstag, 5. Dezember 2015

Advents-Paddeln auf der Warnow

Das Geocacher ein wenig verrückt sind, ist nichts außergewöhnliches. Doch heute hat sogar der Bootsverleiher mit dem Kopf geschüttelt, als wir die Boote zu Wasser ließen.

Direkt aus Berlin kommend ging es zum Mühlendamm, wo ich schon die ersten Nikolausmützen sah. Einmal durchgezählt, Bootsmannschaften festgelegt und los gings. Am Anfang waren wir noch geschützt, ein Stück weiter auf der Warnow hatten wir dann doch mit dem Wind zu kämpfen. Bald fanden wir dann eine geeignete, windgeschützte Stelle zum Ankern und bildeten eine schwimmende Insel aus Kanadiern und Paddelbooten. Nun gab es zur Belohnung Glühwein und Apfelkrapfen. Eine Stunde lang verweilten wir hier und quatschten. Dann ging es wieder zurück. Das Event war eine tolle Idee und es fanden sich auch einige mir bekannter Gesichter ein.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Weihnachtsmarkt Leipzig

Nicht nur in Berlin gibt es Glühweinspaß und Weihnachtsrausch. Heute bin ich mal über den Weihnachtsmarkt in Leipzig gebummelt. Ganz ohne Vorplanung und eher auf unbekanntem Terrain habe ich mich einfach von der weihnachtlichen Stimmung durch die Gassen und Märkte treiben lassen. Die kleinen Buden boten viele sächsische und Erzgebirgsspezialitäten zum Kauf an. Dazu gehörten die klassischen Holzarbeiten, aber auch Glaskugeln und Textilien. Und natürlich gab es Feuerzangenbowle und Glühwein in sämtlichen Varianten. Bei den Essensständen fielen mir die Waffelbäckereien und Stollenwerkstätten besonders auf und etwas namens Heurekaner erfreute sich großer Beliebtheit. Diese Köstlichkeit gab es auf dem historischen Weihnachtsmarkt und ist ein Brotwickel gefüllt mit Käse und Schinken auch als Handbrot bekannt und sehr lecker.
Hier gab es auch Korbflechter, Lederwarenhändler und Holzschnitzer bei der Arbeit zu bestaunen. Außerdem gab es auch noch ein Finnisches Weihnachtsdorf mit Kota-Zelt, Lachs und Glögi, ein südtiroler Dorf und das Leipziger Märchenland vor der Oper. Abgerundet wurde die Atmosphäre von Posaunenbläsern.


Fazit: Ohne großen Rummel und doch anders als in Berlin - sehr gemütlich

Montag, 30. November 2015

Lucia Kulturbrauerei

Heute dann der Besuch von Lucia - dem nordischen Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei. Ein nicht unbekannter Weihnachtsmarkt und doch geht es hier in der Woche recht ruhig zu. Erster Anlaufpunkt ein Glögi am Finnischen Stand - sehr lecker. Dann gab es erstmal etwas aus der Region: Hirschbratwurst mit Preiselbeersenf vom Gut Hirschaue. Gestärkt ging es weiter zu den Isländern - nein Jolaglögg (Ein Isländischer Weihnachtspunsch aus Schwarzbier, Orangensaft, Rum und vielen Gewürzen!) ist nicht mein Fall. Um den Geschmack zu neutralisieren, wurde in Finnland ein Salmiakki nachgekippt - der war gut. Nun wurde es auch langsam dunkel und kühl, sodass sich die Jurte zum Aufwärmen anbot. Beim Knistern vom Ofen gab es einen heißen Apfelsaft.

Fazit: Klein, aber fein. Man kann sich einmal quer durch Skandinavien trinken und auch regional Essen. Kleine Stände mit Präsenten, die nicht aus der Massenproduktion stammen

Sonntag, 29. November 2015

Lichtenrader Lichtermarkt

Die Weihnachtsmarktzeit hat begonnen. In den letzten Tagen habe ich immer wieder was vom Lichtermarkt in Lichtenrade gehört und beschloss heute spontan mal rüber zu fahren. Auch wenn es auf der Karte nicht weit weg zu sein scheint, ist es von mir eine halbe Weltreise. So fand ich mich am Nachmittag im Lichtenrader Angerdorf ein. Die Kopfsteinpflasterstraße rund um den Dorfteich war von Ständen gesäumt. Ortsnahe Vereine, Schulen, Feuerwehr und Co. haben die Glühweinkocher angeschmissen und ganz viel Gebäck, Kuchen, Waffeln gebacken und Wurst und Fleisch vom Grill angeboten. Neben reichlich Nahrhaftem konnte man auch viele handgearbeitete Sachen erwerben und alles für gute Zwecke. Es wurde nun auch schon dunkel und das THW hat derweil für das Licht und Strom für die Lichter gesorgt. Die Schüler der Musikschule gaben ringsum mit Saxophone und Trompete Weihnachtslieder zum Besten.


Fazit: Nette Ideen und moderate Preise, reichhaltiges Angebot. Mit der Dunkelheit wird es eng auf der Straße und für Kinderwagen und Rollstuhl ist das Kopfsteinpflaster eine große Herausforderung

Montag, 16. November 2015

Berolina Stammtisch - Trattoria il Monello

Es war mal wieder Zeit für einen Stammtisch. So ergatterte ich einen von 50 Sitzplätzen im Trattoria il Monello in Schöneweide. Pünktlich zu 17 Uhr erreichte ich den Italiener und wurde auch gleich mit einem Namensschild in Form einer Pizzaschachtel ausgestattet. Die Plätze waren schnell eingenommen und es fanden sich reichlich bekannte Sitznachbarn um mich herum ein.Die Getränke kamen fix, doch die Pizza Tonno fand einfach ihren Weg nicht zu mir. Ringsherum waren alle schon fertig mit essen ... Da hat Herr Kommissar dann mal ein Machtwort gesprochen und schon kam die Pizza - pronto.
Das Essen hat sehr gut geschmeckt, doch am Nachbartisch dann der Skandal: Angeschnittene Pizza wird neu dekoriert serviert. Die angebissene Ecke geschickt verdeckt durch eine Scheibe Salami, wurde die zuvor zurückgegebene Pizza schnell enttarnt. Dieses Ereignis wird mich von einem erneuten Besuch hier abhalten. 
Ansonsten war es eine nette Runde, es wurde viel erzählt und Infos ausgetauscht. Traurigerweise wurden auch nicht so erfreuliche Nachrichten übermittelt.

Mit dem Ruhestand sollte das Cacherleben erst richtig losgehen...
In Erinnerung an WWFibis ...


Montag, 19. Oktober 2015

Hähnchenschnitzel unter Butternusskürbis

Zutaten:

400 g Hähnchenminutenschnitzel
    1    Butternusskürbis
    1    Süßkartoffel
    1    Möhre
    1    Apfel
          Salz/Pfeffer/Rosmarin/Zimt/Knoblauch
          geriebener Käse

Eine Auflaufform mit Öl einfetten, wahlweise mit einer Knoblauchzehe auswischen. Die gewaschenen Hähnchenminutenschnitzel salzen und Pfeffern und in die Auflaufform geben, (wahlweise mit Zimt bestäuben). Die Form mit Butternusskürbisstücken, Süßkartoffelscheiben, Möhrenscheiben und Apfelscheiben füllen und einen Zweig Rosmarin beilegen. Auflaufform in den 200° Grad vorgeheizten Ofen geben und 40 Minuten brodeln lassen. Wahlweise kann auch noch geriebener Käse darüber gestreut werden.



Samstag, 17. Oktober 2015

Festival of Lights 2015

Ein paar Bilder eines sehr kalten und nassem Festival of Lights. Zum Teil beeindruckend, zum Teil enttäuschend ...




















Samstag, 3. Oktober 2015

Kanutour Müggelspree, Neu-Venedig und Müggelwerder

Die Saison neigt sich dem Ende und da habe ich noch einmal die Chance genutzt aufs Wasser zu gehen. In Erkner hat man mir heute ein Karbonflitzer ausgesucht, gelb und schnittig sah es aus - ein Fitness-Kajak mit Namen Lettmann Streamliner. Mein Ziel war heute Neu-Venedig und Müggelwerder und dann noch ein wenig hier und da herumschippern. Früh morgens war es noch ruhig auf dem Dämeritzsee und der Müggelspree und so steuerte ich unbekümmert nach Neu-Venedig. 
Immer mal hier und da in einige Zweigkanäle hinein und den Fischen beim mordendlichen Herumtollen zugeschaut. In Neu-Venedig konnte ich die liebevoll gepflegten Wassergrundstücke bestaunen. Hier wird sogar das Wasser von Wallnüssen befreit oder man möchte verhindern, dass sich wer anders die Teile angelt. Dann machte ich einen kleinen Abstecher in die Bänke, weil ich dort nach dem Start eines deaktivierten Caches schauen wollte - leider nix gefunden. Von hier ging es nach Müggelwerder. Eigentlich wollte ich hier nie wieder hin zurückkehren, doch heute spülte es mich dann doch hier an.
Bevor man die Gebäude im 2. Weltkrieg für die Rüstungsindustrie und im Anschluss für Forschungen im Bereich Plasma- und Kernfusionphysik nutzte, gab es hier ein Hotel mit Gaststättenbetrieb. Später hat die Deutsche Akademie der Wissenschaften hier das Institut für physikalische Werkstoffbearbeitung gegründet. Seit der Wende stehen die Gebäude auf der nun verwilderten Insel leer und verfallen. 
Nachdem ich mich ein wenig umgeschaut hatte, habe ich die vergangenen Zeiten hinter mir gelassen und bin wieder fortgepaddelt. Zu dieser Zeit sind sämtliche Boote erwacht und es wurde voll auf der Müggelspree. Nun sollte sich zeigen, dass mein gelber Mustang feste Zügel bedarf. Jede Welle wurde zum Balanceakt und ich hatte Mühe mich im Sattel zu halten. Ich gab die Sporen, damit ich schnell in ruhige Gewässer komme und mir lief noch der Schweiß, als ich endlich den Gosener Graben erreichte. Hier konnte ich erstmal wieder Kräfte sammeln und den Zauber der Natur genießen, wie die Blätter von den Bäumen hinabsegeln und der Otter am Ufer entlang huscht. Mit neuer Energie paddelte ich wieder zum Dämeritzsee und zurück zum Kanuverleih. 
Fazit: Feiertag und das Wetter ein Traum. Das Boot hingegen ein Albtraum, die Steueranlage widerspenstig und kaum Kippsicherheit. Nächstes mal order ich gleich wieder ein Hardplastekahn.

20 Kilometer mit dem Kanu
Neu-Venedig
Herbstlaub auf dem Wasser
Streamliner in Action


Sonntag, 20. September 2015

Paddel- und Kletterevent 2.0

Wie schon im letzten Jahr ging es in meinem Septemberurlaub nach Mirow. Hier wurde nun schon zum zweiten mal das Paddel- und Kletterevent an der Kanustation ausgerichtet. Freitag wurde angereist, Zelt aufgebaut und am Abend gab es noch ein kleines Geburtstagsevent. Samstag hieß es nach einem guten Frühstück rein ins Kanu und rauf aufs Wasser, treiben lassen, Natur erleben und den anderen beim Cachen zusehen - Klettern habe ich auch in diesem Jahr ausgelassen. Das Wetter war dieses Jahr durchgängig ein Traum, auch wenn es mal bedrohlich am Himmel aussah, blieb es trocken. Abends gab es noch eine Zaubershow und dann wurde in großer Runde gegrillt und gegessen. Die Nächte waren gefühlt um einiges kälter als letztes Jahr ... 
Es war mal wieder sehr gesellig und trotz vieler neuer Gesichter sehr familiär. Die Vorfreude hat sich gelohnt und so freue ich mich auch schon auf das nächste Jahr.

Zeltstadt

unbeflecktes Logbuch

dunkle Wolken am Horizont

Beim Loggen erwischt