Samstag, 18. Juni 2016

AB und AUF der Spree - Kanutour

Komischer Titel oder? Bin mal wieder auf Kanutour gewesen und natürlich spielen da auch gewisse Plastedosen eine Rolle. Der eine Cache heißt AB und auf, der Gegenpart heißt AUF und ab. Aber lieber von vorne. Samstag, erster Urlaubstag und das Bedürfnis mal wieder aufs Wasser zu wollen. In Hangelsberg, unweit des Starts des einen Multis, konnte ich mir bei einem mir schon bekannten Bootsverleiher, ein Boot leihen. Diesmal gab es ein grünes Langstreckenboot - Prijon Seayak 520.
Ich muss unweit korrigieren, denn das trifft nur Luftlinie auf die Entfernung zu. Zum Start waren es dann 4 Kilometer flussabwärts. Die Spree hat nach den Regenfällen der letzten Tagen an Geschwindigkeit zugenommen und so konnte ich mich gut treiben lassen. Zwischendrin wurde die Natur beobachtet und die Informationen zu den Multis gesammelt. Plötzlich waren konzentrische Kreise auf dem Wasser zu sehen. Schnell schlüpfte ich in meinen Regenponcho, gerade noch rechtzeitig, bevor ein Schauer über mich niederging. Ich habe auch einen Spritzschutz für das Boot dabei gehabt, leider war der in der vorderen Ladeluke verstaut. Aber alles kein Problem, denn bald hatte ich den ersten Teil meiner Tour geschafft, die Sonne lachte wieder und hier ging es erstmal an Land. Halbzeit in Hartmannsdorf. 
Beine vertreten, Energie tanken und die Bootsausstattung umdisponieren. Da ich alle Informationen für die beiden Multis hatte, wurde auch noch etwas gerechnet, bevor es wieder aufs Wasser ging. Ein paar Meter weiter ging mir auf, das etwas nicht stimmte und wie zu Bestätigung, fing es wieder zu regnen an. Diesmal suchte ich unter einer Brücke Schutz und sah mir meine Aufzeichnungen erneut an und fand auch den Fehler - die Sonne lachte wieder und bestätigte mir, dass ich richtig lag. Also ab zur Dose und dann hieß es Rückweg antreten.
Wo ich vorher noch dahin trieb, musste ich nun ordentlich in die Spree stechen. Die Entfernungsangabe auf dem GPS motivierte mich auch nicht, denn die Spree wund sich in schönsten Mäander und so entfernte ich mich erstmal vom Ziel, bevor ich mich diesem wieder näherte. Mich begleiteten viele Blauflügel-Prachtlibellen und hier und da sprang ein Fisch aus dem Wasser, die Vögel im Schilf machten ein Spektakel und der Kuckuck rief immer wieder seinen Namen. Mittlerweile hatte das Feld aus Fürstenwalde mich passiert und die ersten Gewitterwolken zogen am Horizont auf. Die Finallocation des zweiten Multis war erreicht und ich fragte mich, wie ich hier wohl vom Boot ans Land kommen soll? Plötzlich vernahm ich Stimmen und wusste wie: Einfach später vom Land aus... Es lagen noch immer 5 Kilometer vor mir (Luftlinie: 2,8 km) und das Grummeln ließ nicht nach. Die letzten Kraftreserven wurden mobilisiert und nach 25,5 km und 7,5 h war ich wieder beim Verleiher - die Gewitterwolken trollten sich, denn ich war schneller.
Verlängerung: Nachdem ich das Boot zurückgegeben hatte und wieder einigermaßen auf meinen Beinen stehen konnte, war da ja noch ein offenes Finale. So fuhr ich mit dem Auto in desses Richtung und lief die letzten 700 Meter zu Fuß und konnte mich erfolgreich auch in das zweite Logbuch eintragen.
















Ein Jahr Fernsehverbot

Was für uns früher immer eine Strafe war, ist für mich heute ein Segen. Vor einem Jahr habe ich sozusagen die Fernbedienung abgegeben. Der Fernseher im Wohnzimmer ist seither nur ein Dekoelement. Okay, so ganz ohne Flimmerkiste kommt man im Alltag nicht aus: Einmal wurde die Glotze angemacht, weil dort ein Sechsteiler gezeigt wurde, der bei uns auf Arbeit gedreht wurde. Und dann ist man mal irgendwo zu Besuch, wo bewegte Bilder durchs Wohnzimmer rauschen. Heutzutage wäre bei Kindern/Jugendlichen das Handy- oder Laptop/Tabletverbot schlimmer. Diese Medien habe ich aber auch immer noch am Laufen. 
Klüger oder konzentrierter bin ich nicht unbedingt geworden und auch die eckigen Augen sind nicht wieder rund. Aber einen Vorteil habe ich entdeckt: Ich habe mehr Zeit für andere Dinge, stehe nicht unter Stress um Punkt 20:15 zu Hause sein zu müssen oder zu anderen Serienzeiten. Ein Blick in die Fernsehzeitschrift zeigt mir, dass ich nichts verpasst habe und das Programm und die Filme identisch dem Programm von vor einem Jahr sind. Dafür lese ich bedeutend mehr und das nicht nur zu Hause. 
Ich weiß, schade um das teure Ding, aber DVDs kann man dort dann doch bedeutend besser sehen als auf dem Laptop :) Und Fußball EM im Radio zu verfolgen, finde ich auch viel spannender.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Berolina Stammtisch - Scheune Grunewald

Heute war es mal wieder an der Zeit zum Stammtisch zu gehen. Leider fiel auch dieser Termin wieder mit meiner Spätschicht zusammen. Im März konnte ich schon nur kurz im Cancun vorbeischauen und im April war mir der Weg dann nach Norden zu weit. Der Prater Biergarten im Mai war der letzte richtige Stammtisch, wo ich diesmal nicht zu den letzten Erscheinenden gehörte. Dort nutzte ich auch die Chance mal mit der Mystery-Box von [martin] durch die Straßen zu ziehen.
So freute ich mich um so mehr, dass heute in der Scheune noch viele bekannte Gesichter anzutreffen waren. Einige traf ich bereits mittags zur Mahlzeit in Tempelhof, wo ich mir mit den Grillis einen Dürüm teilte, denn nach dem ersten Drittel ging nichts mehr. Und um die Zeit dann bis zum Abend zu überbrücken, bin ich erstmal arbeiten gewesen und traf dann gegen 21 Uhr im Grunewald ein. Bei einem Radler habe ich noch einige nette Gespräche geführt, bevor sich der Stammtisch in alle Himmelsrichtungen auflöste. Wie immer sehr nett in der Scheune.



Sonntag, 5. Juni 2016

Sternfahrt 2016

Die Sonne erscheint pünktlich in der Frühe, es scheint ein heißer Tag zu werden. Das Wetter ist immer wieder eine spannende Angelegenheit bei der Fahrradsternfahrt. Dieses Jahr bin ich mutig und lasse das Regenzeug zuhause. 
Mein Startpunkt ist in Königs Wusterhausen, wo ich mich zu 10:30 eingefunden habe. Erstmal eine kleine Ansprache der Ortsgruppe des ADFC KW mit einigen nützlichen Hinweisen zu den Wegverläufen und kleinerer Gefahrenstellen der Route und dann geht es auch schon in Begleitung zweier Polizeiwagen los. Über Wildau, Zeuthen und Eichwalde - böser Knüppeldamm - geht es nach Grünau und weiter über Rudow, Buckow nach Britz zur Grenzallee. Wie jedes Jahr heißt es hier erstmal warten. Und so wurden wir nicht nur von den anderen Strängen in Empfang genommen, sondern auch von einigen Regenwolken. Glück dem, der hier einen schützenden Unterschlupf gefunden hatte, denn es ergoß sich eine halbe Stunde ein heftiger Gewitterregen über das Feld. An eine Hauswand gekuschelt, blieb ich auch relativ trocken. 
Dann bewegte sich endlich das Feld in den Tunnel hinein. Irgendwann war auch ich darin verschwunden. Wie immer ein schönes Erlebnis. In Schöneberg verließen wir wieder die Autobahn und bekamen dort erstmal eine Lichtershow zu sehen, eine weitere Gewitterzelle über der Stadt, die uns aber trocken ließ. Die weitere Route war ähnlich der letzten Jahre: Rathaus Schöneberg, Urania, Tauentzien, Zoo, Ernst-Reuter-Platz, Tiergarten, Siegessäule. Zweimal drumherum und dann zum Bismarck-Denkmal. Dort gab es zum Abschluss noch ein kleines GC Event und einem weiteren heftigen Regenguss. 
Auf dem Heimweg bin ich dann noch bis Baumschulenweg geradelt, aber es fing schon wieder zu Regnen an und so beschloss ich nach fast 60 km die Reststrecke mit der Bahn zurück zu legen.










Samstag, 4. Juni 2016

Hoch hinab - Behmshöhe

Was hat mich nur geritten mich bei diesem Event anzumelden. Der Größenwahn lag nicht mal am Abseilen an sich, sondern dass Neubrandenburg nicht gerade in der Nachbarschaft liegt, dass wurde mir aber auch erst später bewusst. Ralf hatte mir von diesem Geocaching-Event erzählt, da fielen die Worte Turm und Abseilen ohne Klettern und mein Hirn setze aus. Aber kneifen ist nicht, also fuhr ich heute nach Neubrandenburg. 
Dort traf ich bei bestem Sommerwetter auf einige einheimische Geocacher und die Leute vom Verein Turbine, die die Ausrüstung bereitstellten. Ausgerüstet mit Klettergurt und anderem Gerödel ging es auf den Turm. Glücklicherweise hatte ich noch meine Fahrradhandschuhe im Auto, denn die konnte ich hier gut gebrauchen. Auch meinen Fahrradhelm hatte ich dabei und oben auf war die Actionkamera befestigt.
Erstmal gab es eine Einweisung in Punkto: Es kann nix passieren, ich sollte nur das eine oder andere beachten. Eingeklinkt und rüber über die Brüstung, einmal den Hintern über 25 Meter Tiefe schweben lassen. Dann ging es auch schon los mit dem Seil und dem Ablassen. Die größte Hürde war der Absatz unter der Turmkanzel. 'Zu' war der Hinweis nach unten, um mich in einer festen Position zu halten, damit ich mich im Logbuch verewigen konnte. 'Frei' und schon bestimmte ich das Tempo nach unten wieder selber. Da meine Beine sehr schwerkraftorientiert waren, gibt es Abzüge in der B-Note, aber das hinderte mich nicht an einer sicheren Ankunft am Fuße des Turms.
Ich bin dann noch ein zweites Mal mit dem Seil hinab, aber vorher wurden Kamera und Handy oben und unten verteilt, um dies auch noch mal aus anderer Perspektive zu dokumentieren.






Nach diesem adrenalinfördernden Event ging es noch zu einem weiteren Event direkt am Tollensesee: Einem Seifenblasenflashmob. Ganz plötzlich dekorieren alle das Strandbad mit Seifenblasen. War noch einmal ein entspannter Abschluss meines Neubrandenburg Aufenthaltes.


Nach Hause bin ich dann aber auch noch nicht. Eine kleine entspannte Wanderung habe ich dann noch in Burg Stargard unternommen. Der Sieben Berge Rundweg führt einmal um den Ort, immer rauf und runter. Ein paar Dosen habe ich dabei auch noch geloggt, aber aufgrund der extremen Hitze habe ich dann nur 4 der sieben Berge bestiegen und mir die anderen samt Bergfried für ein anderes mal aufgehoben.



Freitag, 3. Juni 2016

Backe backe Franz

Darf ich vorstellen, das ist Franz.


Franz entsprang meinen zarten Fingern nach einem Rezept, was ich im Netz fand. Franz ist ein Hefeteig. Erst genoss er ein Milchbad und sorgte für Panik in der Küche: Deichbruch, Überschwemmung. Dann gab es eine ordentliche Massage und dazu gehört auch schwitzen und ruhen. Dann nochmal Massage und Ruhezone, bevor er platt gemacht wurde. Mit einer Zimt, Zucker und Buttermaske gings ans Zusammenrollen und Teilen. Jedes Teil bekam noch eine Zeichnung mit dem Löffelstil und nun ward aus dem Franz ein Franzbrötchen, jedenfalls nachdem er nach einer letzten Ruhephase in den Ofen kam. Mein Ofen ist ein wenig zu klein, aber wer konnte denn ahnen, dass die Franzbrötchen so groß werden. Lecker waren sie jedenfalls ...




Das Rezept stammt aus dem Internet mit entsprechenden Videos:

Zutaten Hefeteig:
500 g Mehl
1 Päckchen Trockenhefe oder 1 Würfel frische Hefe
200 ml Milch
1 Ei
50 g Zucker
1 Prise Salz

Zutaten Füllung:
120 g weiche Butter
50 g Zucker
1 Esslöffel Zimt