Montag, 29. Februar 2016

Germany meets Latvia

Man treibt einfach so dahin. Mit dem Boot Ende Februar auf dem Mirower See. Hier und da fischt man ein wenig Müll aus dem Wasser und anschließend gibt es warme Getränke am Lagerfeuer. 
So sollte der 29. Februar 2016 eigentlich aussehen.

Und plötzlich befinde ich mich in einer Ryanair - Maschine nach Lettland. Diese Kaffeefahrt über den Wolken startete am 28.02. Hierbei sollte ich erwähnen, dass es schon 10 Jahre her ist, dass ich zuletzt geflogen bin. Dank eines Fensterplatzes habe ich die ganze Zeit nur gebannt nach draußen gestarrt und dabei die ganze Verkaufsveranstaltung verpasst. Gegen Mittag sind wir in Riga gelandet und unsere erste Amtshandlung war das Signieren eines Logbuches. Länderpunkt: check. Souvenir für Lettland und Leap Day weekend: check. Ticket für den Bus: check. 30 Minuten später erreichten wir dann auch das richtige Hotel - es gab tatsächlich zwei Hotels derselben Kette in der Altstadt von Riga. Einchecken und gleich raus auf Entdeckungstour, wobei wir hier und da eine Dose einsammelten. T5 Cache für Ralf: check. Mit den Informationen in den Cachebeschreibungen bekamen wir zusätzlich eine kleine Stadtführung. Unter anderem genossen wir die Aussicht über Riga von St. Petri. Aussichtsturm: check.
Nach einer Stärkung bei einem Italiener dämmerte es auch schon und so ging es auch langsam durch die kleinen Gassen der Altstadt zurück zum Hotel. Hier gab es noch einen Absacker und dann schlug die Uhr dank Zeitverschiebung auch schon Mitternacht. Gute Nacht.

29.02.
Heute war es soweit, unser kleines Event stand an. Doch erstmal ran ans Frühstücksbuffet. Kurz vor 9:00 Uhr Ortszeit fanden wir uns an den angegebenen Koordinaten ein und hofften, dass wenigstens die handvoll Cacher erscheinen würde, die sich angemeldet hatten. Und plötzlich kamen sie von allen Seiten angeströmt. Okay, es waren nicht die Massen aber immerhin 18 Leute an einem Montag Morgen. Jeder bekam ein kleines Präsent in Form einer Coin überreicht. In Englisch wurde nun geplauscht und man konnte Ralf Fragen stellen über seine Funktion als Reviewer. Wir bekamen ebenso Gelegenheit vieles über Cachen in Lettland und Land und Leute zu erfahren. Und als dann die meisten wieder zur Arbeit oder zu ihren Terminen aufgebrochen waren, konnten wir noch Bekanntschaft mit Lettlands einzigem Reviewer machen, der hier seit 2 Jahren inkognito tätig ist. Leap Day Event: check.
Nun ging es auch schon wieder zurück zum Flughafen. Um 14 Uhr waren wir dann wieder in Berlin. Verrückte Sachen machen: check.

Kostenpunkt: Flug 32,62 € / Hotel 59 €

Fazit: Auch wenn man nicht so viel Zeit hat um alle Sightseeing Tipps im Reiseführer abzuarbeiten, lohnt es sich dennoch einfach mal aus dem Alltag auszureißen. Man erfährt auch innerhalb von 24 Stunden eine Menge über Land und Leute.
Der Großteil meiner Familie hat mich darin bestärkt dieses verrückte Abenteuer zu wagen - vielen Dank dafür und auch ein großes Dankeschön an Ralf, ohne den ich meinen Hintern erst gar nicht in die Luft bekommen hätte.




















Freitag, 26. Februar 2016

Berolina Stammtisch - Neumann's

Meinen freien Tag habe ich heute auf Arbeit verbracht - Spätschicht wegen hohem Krankenstand. Und nach diesem doch eher ungewöhnlich stressigen Tag ging es im Anschluss nach Moabit. Vis-a-vis zum Gefängnis fand die heutige Berolina im Neumann's statt. Glück dem, der früh dort eintraf und auch gleich seine Bestellung auf gab. So kam mein Backcamembert oder was auch immer die zwei kleinen panierten Teile darstellten sehr schnell. Mein später georderter Tequila Sunrise verwandelte sich in einen Caipirinha...
Bei all dem Stress, hatte ich wenigstens ruhige Tischnachbarn, die trotzdem für Unterhaltung sorgten.
Mein zweiter Besuch im Neumann's und noch immer hält sich meine Begeisterung in Grenzen.


Dienstag, 23. Februar 2016

Pizzabrötchen

Pizzabrötchen oder Hackfleischbrötchen - nennt es wie ihr wollt. Die Zubereitung ist jedenfalls einfach. Kann man wunderbar kalt genießen auf langen Wanderungen oder längeren Reisen.

Zutaten für 9 Hackfleischbrötchen:
frischer Pizzateig (fertig oder selbst gemacht)
300 g Hackfleisch (halb und halb)
100 g Fleischwurst oder Jagdwurst
    1 Zwiebel
       Tomatenmark
       Käse zum Überbacken (z.B. Mittelalterlicher Gouda)

wahlweise auch Knoblauch, Chili, sonstiges Gemüse für die Füllung

Zwiebel und Wurst in Würfel schneiden und mit dem Hackfleisch in wenig Öl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und im Anschluss Tomatenmark zugeben.
Den Pizzateig ausrollen und in 9 gleichgroße Teile schneiden. Auf jedes Teil mittig das Hackgemisch häufen und die Ecken des Teiges zur Mitte hochschlagen. Etwas zusammendrücken und eine Käsescheibe oben auf legen.
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft die Pizzabrötchen ca. 15 Minuten bis zur gewünschten Bräunung backen lassen.





Mittwoch, 3. Februar 2016

Unruhestand

Freuen wir uns nicht alle darauf, das Arbeitsleben irgendwann hinter uns zu wissen und endlich unsere Zeit einteilen zu können, wie es uns beliebt? Endlich leben können und die vielen zurückgestellten Träume und Abenteuer zu begehen. 
Bei meinen Eltern war es nun soweit: Ruhestand, Rentner, Häuslebauer. Bevor die Füße hochgelegt werden konnte, musste erstmal ein neues zu hause für die Couch geschaffen werden. Hat man uns Kindern nicht immer gepredigt die Hausaufgaben nicht am letzten Tag zu machen? Eltern sind da wohl die besten Vorbilder, denn die Fertigstellung des neuen Hauses erfolgte fast mit Zeigersprung. Respekt für meinen kleinen Bruder, das einstige Problemkind der Familie hat hier neben Arbeit und Familie noch Hand angelegt und den Bau vorangetrieben. Danke Michi, ich weiß nicht, ob das Haus ohne dich fertig geworden wäre. Und Stefan, der den Unmut der Eltern auf sich gezogen hat, weil er versucht hat Aufzurütteln und Voranzutreiben und das umzusetzen, was man ihm anerzogen hat - Vorplanung, Termine einhalten und miteinander Reden um Kompromisse eingehen zu können. Respekt und Danke, ihr habt euern Skiurlaub eingetauscht gegen Kisten packen und Möbelrücken ...


Der Umzug ging dann gut über die Bühne - Mutter hatte gute Vorarbeit geleistet und innerhalb von 4 Stunden war der Umzugswagen gefüllt und nach weiteren 4 Stunden entladen und die Möbel an ihrem neuen Platz. Nach 2 Tagen waren sämtliche Kartons ausgepackt. Nun muss nur noch die Außenanlage hergestellt werden, Carport, Schuppen und Gartenhäuschen errichtet werden, Rasen gesät und Blumen gepflanzt werden ... Aber das liegt nun in Händen von meinen Eltern.


Ein letztes Mal habe ich in mein altes Kinderzimmer geblickt und die Spuren der Vergangenheit betrachtet. Ich habe hier mit einem Lebensabschnitt abgeschlossen, eine Tür für immer hinter mich geschlossen ... es gibt Dinge, die auch mir schwer fallen, also reißt euch mal zusammen und lebt euer neues Leben!