Samstag, 17. Dezember 2016

Sonnenaufgang auf dem Brocken - 4. Brockenfrühstück

2:00 Uhr Buckow Neukölln. 
Wir starten mit dem VW Bus in den Harz. Unterwegs wird noch eine weitere Mitfahrerin eingesammelt und damit sind wir dann zu fünft und die Wandergruppe Neukölln ist komplett.

5:30 Uhr Ankunft Torfhaus
Erst einmal umziehen und eine Kleinigkeit essen, bevor es los geht. Die Temperaturen sind knapp unter dem Gefrierpunkt und der Himmel ist klar. Wir sind nicht die einzigen, die sich auf den Weg machen. Im Schein des Mondes braucht es beinahe keine Stirnlampe und der Goetheweg ist auch bei weitem nicht so unwegsam, wie der Weg im letzten Jahr. 
Kein Schnee und kein Eis und so kommen wir gut voran. So schlängelt sich ein Band aus Lampen im Mondenschein den Berg hinauf. Die Temperaturen fallen gefühlt mit jedem Meter, den wir uns dem Gipfel nähern, auch der Wind hat zugenommen.






7:30 Uhr auf dem Brocken
Schon unterhalb des Gipfels können wir es sehen: Den Sonnenaufgang. Den Blick immer gen Osten gerichtet, legen wir auch noch die letzten Meter zurück und können uns gar nicht satt sehen. Die Aussicht ist der Wahnsinn, im letzten Jahr konnten wir keine 10 Meter weit sehen.
Da Henry nicht mit in die Kantine durfte, haben wir unser Lager wieder im Vorraum des Hotels aufgeschlagen. Hier wurde sich gestärkt und aufgewärmt. Viele Bekannte kamen vorbei und es wurde Essen und Informationen getauscht.







Gegen 10 Uhr machten wir uns zum Abstieg bereit. Auch jetzt war die Aussicht atemberaubend und bei Tageslicht betrachtet, sahen wir auch erstmals die tolle Landschaft. Die Touristen wunderten sich etwas über die Massen, die ihnen entgegen kamen. Und nebenbei wurden auch noch die Dosen am Wegesrand geloggt.




Ein Teil der Reisegruppe verschlief glatt die Rückfahrt und zurück in Berlin empfing uns dichter Nebel. Wir hatten nun richtig hunger und so kam es, dass wir schon gegen 16:30 Uhr in Lichterfelde-Ost eintrafen, lange bevor der letzte Stammtisch des Jahres begann. Ich bestellte mir einen Flammkuchen als Weihnachtsedition mit Feige und Walnuss und als wir dann gestärkt waren, füllte sich das Ferdinand 34 mit Gleichgesinnten. Gegen 19:30 Uhr trennten sich die Wege der Wandergruppe Neukölln und bevor ich mich versah, habe ich um 21 Uhr tief und fest geschlafen.



Was für ein toller Tag. Erst 20 Kilometer wandern und ein fantastischer Sonnenaufgang, dann noch ein Stammtisch mit leckerem Essen. Da nimmt man auch mal eine Blase am kleinen Zeh in Kauf.


Montag, 5. Dezember 2016

Wandern am Königsstuhl

Vom Hafen in Lohme ging es erstmal eine Weile am Steinstrand entlang. Steinig war dieser Weg und bald standen wir vor einem Schild, dass etwas wage informierte, dass wir auf diesem Wege nicht zum Königsstuhl kommen würden. So setzten wir den Weg etwas oberhalb des Steinstrandes fort, was man als Abenteuerpfad bezeichnen kann. Mal hoch, mal runter, mal Weg und dann nur noch Trampelpfad, mal vom Laub bedeckt und dann wieder schlammig. Dann standen wir plötzlich wieder am Steinstrand, diesmal fast schon an den Kreidefelsen. Da es kein zurück mehr gab, setzten wir unseren Weg etwas illegal und vielleicht nicht ganz ungefährlich zu dieser Jahreszeit am Wasser fort. Die Sonne schaute auch mal vorbei und bald waren wir unterhalb des Königsstuhls. Ein weiteres Schild informierte uns, dass die Treppe zum Hochuferweg gesperrt sei, aber das sahen wir nun selbst. Also taten wir das, was vor uns schon andere taten und überwanden die ersten fehlenden Stufen und kletterten am Ende der 400 Stufen über die Absperrung. Nun ging es mit den vielen Donnerkeilen in der Tasche auf dem 4 km langen Hochuferweg zurück nach Lohme. Immer wieder gab es Stellen mit schöner Aussicht und auch so waren wir hier ganz alleine im Buchenwald unterwegs. Noch ein paar Dosen am Wegesrand und die Kilometer schmolzen dahin. Die Rentner haben wunderbar durchgehalten und diese kleine Abenteuertour auch sehr genossen. Nach knapp 12 km erreichten wir dann mit untergehender Sonne das Auto. Im Sommer wird dies bestimmt eine schöne und wahrscheinlich legale Runde sein, auch wenn man sich Gegend dann mit vielen weiteren Touris teilen muss.










Samstag, 3. Dezember 2016

Zipfelmützentreffen auf der Warnow

Bei schönstem Sonnenschein und frostigen Temperaturen trafen sich heute die ganz Harten auf der Warnow zum Adventspaddeln. Schon im letzten Jahr hatte ich hier meinen Spaß und freute mich schon auf die gleichgesinnten Geocacher aus der alten Heimat. Mit Glühwein und Krapfen hat sich der Kanuverband im Sonnenschein treiben lassen. Spaß hat es gemacht und es wurde eine Menge geklönt.





Samstag, 26. November 2016

Striezelmarkt in Dresden

Es ergab sich mal wieder, dass am Ende des Monats ein Ticket über war und so setzte ich mich heute früh in den Zug nach Prag. Die Versuchung war groß, doch soweit reicht mein Ticket dann doch nicht und damit stieg ich in Dresden wieder aus dem Zug.
Der Himmel war trüb und von Nebel verhangen, doch es war trocken und so nahm ich meine kleine Wanderung auf. Denn bevor es ins Gewühle ging, wollte ich noch etwas von Dresden sehen.
Eher touristisch abgelegen, ging es für mich zur Bismarcksäule in Räcknitz. Fast pünktlich um 10 Uhr öffnete sich die Tür und für mich ein kleiner Aufstieg mit trübem Ausblick auf die Stadt. Ein paar Informationen über die Schlachten zu Dresden und einen Logbucheintrag später, setzte ich meinen Weg zum Fichtepark in Dresden-Plauen fort.
Hier steht der kleine süße Fichteturm, der älteste Bismarckturm Sachsens. Nach gut 150 Stufen konnte ich wieder über die Stadt blicken, diesmal war der Himmel auch nicht mehr so Wolkenverhangen. Am Fuße des Turms gab es für mich wieder einen Logeintrag, bevor ich zum Hohen Stein weiter lief.
Hier schien die Welt zu Ende zu sein. Ich befand mich oberhalb des Plauenschen Grundes und auf Augenhöhe mit dem Hohen Stein. Dieser geologisch besondere Felsen hat oben auf einen kleinen Aussichtsturm. Leider war der Schlüsselverwalter aus dem betreuten Wohnen nebenan, gerade auf einem Spaziergang und somit blieb mir diese Aussicht verwehrt. Macht nix, denn durch einen kleinen Multi, dessen Finale ich leider nicht fand, habe ich von den Aussichtspunkten ringsum einen wunderbaren Blick ins Tal gehabt. Von Dresden-Plauen ging es mit der S-Bahn zurück in die Innenstadt, jetzt habe ich mir den Glühwein aber auch verdient.






Nachdem ich meinen Rucksack in einem Schließfach im Bahnhof deponiert hatte, schlenderte ich erstmal an den Buden und Ständen auf der Prager Straße entlang Richtung Altmarkt. Hier ist der berühmte Striezelmarkt - Deutschlands ältester Weihnachtsmarkt aufgebaut. Am Rande fand ich einen Glühweinstand, der sich großer Beliebtheit erfreute und dort bestellte ich mir auch gleich einen weißen Winzerglühwein vom Schloss Wackerbarth.



Vom Striezelmarkt marschierte ich weiter zum Advent auf dem Neumarkt und über die Elbe zum Augustusmarkt in Neustadt. In weißen Marktzelten gab es internationale Spezialitäten und einiges aus der Region. Da habe ich doch gleich mal Baumstriezel geordert - sehr lecker. Und mit einem Glühwein in der Hand bin ich dann einmal rauf und runter geschlendert und habe die Atmosphäre auf mich wirken lassen.
Wieder auf der anderen Elbseite angelangt, bot sich mir ein schöner Blick auf die vielen alten Bauwerke. Im Stallhof gab es noch den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Jedoch schreckte mich die Schlange am Einlass etwas ab und so beschloss ich weiter zu gehen. 
Dresden ist eine interessante Stadt, irgendwo zwischen Historie und Moderne, noch mit vielen Lücken zwischen den süßen Gassen. Zur Weihnachtszeit ist es hier ganz schön überlaufen, gerade auf dem Striezelmarkt, den ich gar nicht mal so besonders toll fand. Die Stände wiederholen sich in der gesamten Stadt, nur die Preise variieren auf den einzelnen Märkten. Striezeln, Winzerglühwein, Lebkuchen und Stollen, aber nirgends Backbanane. 
Am Ende habe ich mir noch Schafskäse im Fladenbrot mitgenommen und bin dann 19 Uhr mit dem Zug zurück nach Berlin gefahren. Es war alles in allem ein toller Tag in einer interessanten Stadt.








Sonntag, 13. November 2016

Wanderung um den Maxsee

Das Wetter ist aber auch einfach zu schön. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und das Thermometer zeigt -7 Grad an. Na gut, es könnte wärmer sein, aber dann muss man sich halt ordentlich bewegen.
So starte ich, nachdem ich das Auto vom Eise befreit habe, gen Osten nach Hoppegarten/Müncheberg. Um genau zu sein, geht es zum Maxsee. Hier erwartet mich eine gut 10 km lange Wanderung um den See herum mit der einen oder anderen Dose am Wegesrand. Es ist windstill und so ruht der See nahezu unbewegt im Sonnenschein. Einige Angler haben sich am Ufer verteilt und kosten mich glatt 2 Dosen, aber am Ende ist ja der Weg das Ziel. Der Frost hat die Blätter an den Bäumen erstarren lassen, so reicht ein kleines Lüftchen aus, dass diese hart zu Boden fallen. An einer Stelle komme ich fast nicht weiter, weil der 'Knüppeldamm' fast vollständig fortgespült ist. Ich erfreue mich der klaren Luft und der schönen Natur, wärme mich an meinem Tee und blicke auf den großen See. Und nach und nach lege ich Kilometer um Kilometer zurück. Mein Gerät zeigt am Ende 12 km an, die ich in 4 1/2 Stunden zurückgelegt habe und dabei 14 mal meinen Logeintrag hinterlassen habe.