Vernunft und Unvernunft liegen dicht beinander. Das Richtige tun oder sich für den falschen Weg entscheiden, ist eine Sache von Sekunden. Manchmal ist es für einige Sachen einfach schon zu spät. Zu Spät aufstehen, die Zeit mit unwichtigen Sachen vergeuden und am Ende der innere Kampf zwischen Gut und Böse. Mit etwas Gottvertrauen geht es dann am Ende meistens gut.
Es ist ein warmer Tag, jedoch nicht windstill. Der Sturm von gestern macht nur mal eine kleine Pause und blies ein paar Regenwolken vor sich hin. Nach einem kleinen Bummel durchs Shoppingcenter befand ich mich auf dem Weg nach Köthen (Unterspreewald). Vor Augen hatte ich den Aussichtsturm auf dem Wehlaberg. Doch wie kommt man da hin? Es war halb drei, als ich am Pichersee das Auto abstellte. Den Wegweiser hatte ein umgestürzter Baum deformiert. Wo also lang? Ich entschied mich für den Weg am See entlang. Warum weiß ich auch nicht und auf halber Strecke kamen mir Zweifel: Wetter, Entfernung, Zeit und ich ging zurück zum Auto. Ich wollte Aufgeben und ein anderes mal wieder kommen. Doch das kleine Teufelchen dirigierte mich am Auto vorbei zum Weg oberhalb des Sees entlang. Keine zwei Stunden Tageslicht und laut Wegweiser 1,5 Kilometer Fußmarsch. Der Wind fuhr in Böen durch das Geäst, aber es war noch trocken und immer wieder windstill. Der Weg gewann an Höhe und der Pfad schlängelte sich durch die Krausnicker Berge bis ich ein Auto in der Ferne stehen sah. Am Fuße des Wehlaberg, genau unterhalb des Aussichtsturm stand es. Warum habe ich hier nicht geparkt? Egal. Erstmal die GoPro gezückt und rauf auf den Turm. Oben angekommen pustete der Wind schon enorm, aber es war auch ein wenig Sonnenlicht am Horizont zu sehen und tauchte die gigantische Kuppel des Tropical Island in helles Licht. 
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