Samstag, 24. Januar 2015

Mit Blick über die Döberitzer Heide

Auf der Suche nach neuen Türme, klangen immer noch die Worte eines alten Mannes in meinen Ohren. In der Nähe von Ferch sollte es auf dem Wietkiekenberg einen Aussichtsturm geben. Das Internet konnte mir auch nur wage Angaben machen: Feuerwachturm, Sendemast, geplanter Aussichtsturm. So schaute ich mir das lieber vor Ort an. Auf der 125 Meter hoch gelegenen Bergspitze fand ich die Reste eines Feuerwachturms, daneben stand ein Funkmast und an diesem gab es ein unvollständiges Treppengerüst. Tja, was auch immer mir der alte Mann mitteilen wollte, es liegt wohl noch in der Zukunft.

Damit ich dann doch noch zu meinem Turmerlebnis komme, habe ich das Auto Richtung Döberitzer Heide gelenkt. Hier erwartete mich zunächst ein Fußmarsch von 4,2 Kilometern durch das riesen Naturschutzgebiet. Der Weg war markiert und es wurde dringlichst vom verlassen gewarnt, da man sich auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz befindet. Bald erreichte ich ein dreifach eingezäuntes Gelände mit noch mehr Warnschildern: Freilaufende große Wildtiere. Bin ich jetzt bei Jurassic Park gelandet? 
Des Rätsels Lösung gaben die Infotafeln am Turm, den ich nach weiteren 2 Kilometern erreichte. In der Wildkernzone wurden Rothirsche, Wisente und Przewalski-Pferde ausgesetzt und sollen hier unbeeinflusst leben und gedeihen. Gesehen habe ich aber keine. 
Den Turm hatte ich heute für mich alleine, ich hätte ihn mir auch nur mit maximal 9 Leuten teilen dürfen. Obenauf wusste ich auch bald warum, es schaukelte auch unter mir schon ganz schön. Dafür erwartete mich oben ein schöner Ausblick und die Sonne, die allerdings schon kurz vom Untergang war. So machte ich mich lieber wieder auf den Rückweg, denn ich wollte die 4,2 Kilometer noch vor dem Einsetzen der Dunkelheit schaffen.






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