Samstag, 19. Dezember 2015

Sonnenaufgang auf dem Brocken - 3. Brockenfrühstück

Ich behaupte einfach mal, ich bin noch nie auf dem Brocken gewesen - bis heute.

Aber von Vorne: 
Von dem Event hatte ich schon mal gehört, man wandert früh auf den Brocken und erlebt gemeinsam den Sonnenaufgang oder auch nicht. Das Event findet eigentlich nach der längsten Nach des Jahres statt oder eben am Wochenende davor. Ralf kam mit der Anfrage, ob ich nicht Lust hätte mit ihm und Henry dorthin zu fahren - Na klar hatte ich das.
 

Pizzabrötchen
 Ein wenig Vorplanung und Vorbereitung später, ging es dann um 2 Uhr in Berlin los. Unser Startpunkt sollte Schierke sein und wir trafen dort 4:45 Uhr ein. Kurze Stärkung, dann warme Klamotten an und 20 Minuten später waren wir auf dem Weg. Am Anfang gingen wir ja noch einfach auf der Straße und dann ging es ins Brockenfeld. Bei den Geröllwegen kamen wir ganz schön ins Schwitzen und da bereuten wir für einen Moment unsere Klamottenwahl. Während Sir Henry scheinbar ohne Anstrengung den Weg auf sich nahm, hatten wir an einigen Abschnitten ganz schön zu kämpfen - habe ich schon erwähnt, dass es bis auf die Stirnlampen dunkel gewesen war? Nun waren wir sogar sehr glücklich über die Witterung, kein Glatteis, nur Matsch. Mit zunehmender Höhe kamen wir in eine Nebelwand und die Sicht verkürzte sich auf unter 2 Meter, die Temperaturen fielen immer weiter. Dann waren wir wieder auf der Straße und mittlerweile mitten unter weiteren Gleichgesinnten. Nach einigen weiteren hundert Metern war der Gipfel erreicht. Und wie wir schauten, sahen wir nichts - um es mit ein paar berühmten Worten zu sagen: "Viele Steine, Müde Beine, Aussicht Keine, Heinrich Heine" 0° Grad, Dunkelheit, Nebel und stürmische Böen - Hier oben waren wir froh über unsere Klamottenwahl.

Auf geht es
Lichter in der Nacht
Brocken auf dem Weg













Im Brockenhotel konnten wir uns erstmal aufwärmen, mussten aber wegen des Hundeverbots im Touristensaal in der Vorhalle verweilen. Hier gab es aber eine Menge bekannte und unbekannte Gesichter und viele Gespräche und verhungern brauchten wir dank unseres Proviant auch nicht - Schnitzel, Buletten, Pizzabrötchen und Glühwein. Den Sonnenaufgang konnte man des Nebels wegen nicht wirklich sehen, aber es war dafür hell draußen und nun konnte man die Landschaft schon mal erahnen und so fragte ich mich, ob das alles vorhin auch schon da war. Für den Rückweg entschieden wir uns für die Fahrt mit der Dampflok und warteten solange beim Brockenwirt am Bahnhof. Mittlerweile lichteten sich die Nebelfelder und man konnte bis ins Tal sehen. Auch die Sonne zeigte sich immer mal wieder. Die Fahrt mit der Bahn war fantastisch und wir ließen die wunderbare Landschaft an uns vorbeiziehen. Ein schöner und anstrengender Ausflug, der mir sehr viel Spaß gemacht hat. Insgesamt sind wir gut 11 Kilometer gewandert.
Vielleicht nächstes Jahr wieder.

Henry am Brocken
Ich am Brocken


Vorsicht, Rangierfahrt


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