Ausschlaggebend für dieses Vorhaben war ein Cache auf Herrn Ricos To-Do-Liste, bei dem man von 21 Station um die Müritz geleitet wird. Da wir uns ausrechnen konnten, dass wir hier lange unterwegs sein werden, haben wir beschlossen uns einen Campingplatz in Waren in der Nähe des Starts zu suchen und wurden auch schnell fündig. So suchten wir am Montag für das mobile Zelt auf dem Campingplatz Ecktannen einen schönen Platz und erkundeten erstmal die Altstadt von Waren und im Anschluss ging es noch zu den letzten Stationen des Multis, um schon etwas für den nächsten Tag vorzuarbeiten. Abendessen gab es für uns am Volksbad im 'Strandkorb', wo wir sehr lecker speisten.
Am Dienstag starteten wir nach dem Frühstück gegen 9:20 Uhr vom Campingplatz. Das Wetter war ideal: Warm, aber nicht heiß und bewölkt, aber ohne Regen in Sicht. Die erste Station führte uns zum Feisneck, einer der vielen Seen rund um Waren. Von dort folgten wir erstmal den Müritzrundweg und dann auf einen Wanderweg auf dem wir zur zweiten Station geleitet wurden. Eigentlich hätten wir diese auch auslassen können, da hier aufgrund einer fehlenden Informationstafel die Variabel schon vorgegeben war, aber wir wollten die Runde, wie sie einst geplant wurde, abfahren. Nachdem wir Stock und Stein hinter uns gelassen hatten, ging es auf dem Radweg immer tiefer in den Nationalpark. Rechts und links erstreckte sich uriger Morast und bald kam ein Aussichtaturm in unser Sichtfeld, wo sich auch schon die nächste Station befand. So erklommen wir die Stufen und schauten in die Ferne und erhaschten ein paar Informationen einer ornithologischen Führung, bevor wir unsere Information einsammelten und uns wieder auf die Räder schwangen.
Noch immer ging es durch den Nationalpark entlang an einem mit Seerosen gespickten Kanal, durch einen wilden Obstgarten und unter Walnussbäumen hindurch bis wir zu einem Beobachtungsstand an der Müritz kamen.
An dieser Stelle verließen wir den Nationalpark und kamen nach Boek und zum Campingplatz am Bolter Kanal. Was uns in diese Sackgasse führte, war eine weitere Station, die mit 'Meine Lieblingsstation ist nicht mehr da' unterschrieben war. Und vor Ort konnten wir uns auch zusammenreimen, was es hier mal gab. Mit der fehlenden Seilfähre konnte man von hier nicht mehr ans andere Ufer gelangen und um den direkten Weg zur nächsten Station zu nehmen. Für uns hieß es somit den Weg zurück zum Müritzrundweg zu fahren und dann von der anderen Seite des Kanals zur nächsten Station zu gelangen. Dies war der frustrierende Teil der Runde und nachdem wir an der sechsten Station unsere Infos hatten und endlich wieder den sandigen Weg verlassen konnten, ging es frohen Mutes weiter in die Zivilisation. So erreichten wir Rechlin und den Claassee und die 7. Station. Von hier ging es durch den Ort, vorbei an russischen Hinterlassenschaften, einer Mauer und der Seebrücke zur B198. Wir überquerten die Elde und fuhren von Vieperow Richtung Zieslow. Die nächste Station war auch schon vorgegeben, sodass wir erst wieder an der 9. Station stoppten.
Hier wurde es abenteuerlich, denn der Radweg bestand hier aus Rasengittersteinen und führte durch einen Sumpf. Bei Gegenverkehr hieß es eine geeignete Ausweichstelle finden und dann ließen wir den Morast hinter uns und es ging wieder auf asphaltierten Wegen weiter. Nun ging es mal richtig bergauf und oben angekommen, wartete schon ein Ausblick auf die Müritz und die nächste Station auf uns. Und wo es hoch geht, geht es auch wieder runter und so rollten wir nach Ludorf. Hier wich die Route erheblich vom Radweg ab, der Owner wollte uns einen Umweg ersparen. Diesen Umweg hätte ich sogar in Kauf genommen, wenn wir vorher nicht schon in die Wüste geschickt worden wären. So kämpften wir uns gegen den Wind zur 11. Station und dann nach Röbel/Müritz.
Hier wurde es abenteuerlich, denn der Radweg bestand hier aus Rasengittersteinen und führte durch einen Sumpf. Bei Gegenverkehr hieß es eine geeignete Ausweichstelle finden und dann ließen wir den Morast hinter uns und es ging wieder auf asphaltierten Wegen weiter. Nun ging es mal richtig bergauf und oben angekommen, wartete schon ein Ausblick auf die Müritz und die nächste Station auf uns. Und wo es hoch geht, geht es auch wieder runter und so rollten wir nach Ludorf. Hier wich die Route erheblich vom Radweg ab, der Owner wollte uns einen Umweg ersparen. Diesen Umweg hätte ich sogar in Kauf genommen, wenn wir vorher nicht schon in die Wüste geschickt worden wären. So kämpften wir uns gegen den Wind zur 11. Station und dann nach Röbel/Müritz.
Halbzeit auf unserer Tour und hunger machte sich breit. In Röbel sollte es doch etwas zu beißen geben. Wir querten die süße Altstadt, die aber eher ausgestorben zu sein schien. Fuhren an zwei Eisbuden vorbei und hofften auf den Hafen. Und hier fanden wir nur überteuerte Einkehrmöglichkeiten und eine Menge Touristen, die hier irgendwie gestrandet wirkten. Zum Glück gab es hier noch einen Fischkutter und so stärkten wir uns erstmal mit einem leckeren Fischbrötchen. Während die meisten Radtouristen auf die Fähre nach Waren warteten, schwangen wir uns wieder auf die Räder, notierten im vorbeifahren noch die Infos für die 12. Station und winkten der Fähre von Station 13 aus hinterher.
Der Weg führte uns weiter durch Marienfelde gen Norden, an der fehlenden 14. Station vorbei nach Gotthun und einer botanischen 15. Station. Der Baum war schnell bestimmt und so reihten wir uns in den Strom von Radlern ein und näherten uns einer doofen Station 16. Erreichbar war diese nicht mehr, da man hier Schilder aufgestellt hatte, auf denen es hieß "kein Radweg". So versuchten wir es von der anderen Seite in Zierzow und stießen auch dort auf gleiche Schilder und ein Stück weiter auf einen Schlagbaum mit frischen Hinweis auf einen Privatweg. Nun war der Frust wieder da. Sollte dies das Vorhaben zum Scheitern bringen?
Der Weg führte uns weiter durch Marienfelde gen Norden, an der fehlenden 14. Station vorbei nach Gotthun und einer botanischen 15. Station. Der Baum war schnell bestimmt und so reihten wir uns in den Strom von Radlern ein und näherten uns einer doofen Station 16. Erreichbar war diese nicht mehr, da man hier Schilder aufgestellt hatte, auf denen es hieß "kein Radweg". So versuchten wir es von der anderen Seite in Zierzow und stießen auch dort auf gleiche Schilder und ein Stück weiter auf einen Schlagbaum mit frischen Hinweis auf einen Privatweg. Nun war der Frust wieder da. Sollte dies das Vorhaben zum Scheitern bringen?
Wir fuhren erstmal weiter nach Sietow Dorf zu einer kleinen Radlerrast und beratschlagten dort bei Cappuccino unser weiteres Vorgehen. Die Aufgabe wurde noch einmal studiert und uns dämmerte, das wir vor Ort eine Information an einem Hochspannungsmast gesucht hätten. Masten gab es hier auch, also beschlossen wir uns ein identisches Exemplar zu suchen und fanden auch bald die gesuchte Information heraus. Also konnten wir mit neuem Tatendrang unseren Weg fortsetzen. Einmal noch Leitpfosten zählen und die Fläche der Müritz vermessen und schon waren wir in Klink, wo wir noch die Anzahl der Vogelarten in der Region ermitteln mussten. Damit waren alle Ergebnisse inklusive der zwei Stationen vom Vortag notiert und die Finalkoordinaten ermittelt und irgendwie ergab es keinen Sinn. So fuhren wir den Müritzrundweg weiter nach Waren und beschlossen der Sache bei einem leckeren Essen im "Strandkorb" auf den Grund zu gehen.
Und während unser Essen brutzelte, fanden wir den tückischen Fehler in der Formel. Es fehlte eine Variabel, die unsere fünfstellige Abweichung erklärte und schon ergab alles einen Sinn, aber egal das Essen kommt.
Den "Strandkorb" am Volksbad möchte ich hier noch einmal lobend erwähnen. Unser Timing hätte nicht besser sein können, denn wir kamen noch rechtzeitig bevor die Küche schloss und hatten so noch die Gelegenheit einen netten Schnack mit der Bedienung zu halten. Und da wir nun gestärkt waren, fuhren wir die 1000 Meter noch zu den errechneten Koordinaten und fanden nach einer Umfeldsuche auch die Dose.
Den "Strandkorb" am Volksbad möchte ich hier noch einmal lobend erwähnen. Unser Timing hätte nicht besser sein können, denn wir kamen noch rechtzeitig bevor die Küche schloss und hatten so noch die Gelegenheit einen netten Schnack mit der Bedienung zu halten. Und da wir nun gestärkt waren, fuhren wir die 1000 Meter noch zu den errechneten Koordinaten und fanden nach einer Umfeldsuche auch die Dose.
Einmal um die Müritz zu radeln war schon ein tolles Erlebnis und mit allen Pausen, Umwegen und Abkürzungen haben wir gut 11 Stunden und 45 Minuten gebraucht und sind am Ende 93 km gefahren. Ohne den Cache wäre ich wohl dem eigentlichen Radweg treu geblieben, vermutlich aber nie auf die Idee gekommen hier herum zu radeln. Vermutlich hätten wir aber dennoch nicht viel mehr vom Nationalpark oder den kleinen Orten gesehen.
Ich hoffe, dass die Runde nach fast 10 Jahren mal durch den mittlerweile 3. Owner überarbeitet wird, sodass auch andere noch ihre Freude mit dieser Aufgabe haben.
Am Ende war ich jedenfalls froh wieder auf dem Campingplatz zu sein, wo es erstmal eine heiße Dusche gab und nach einem Glas Wein haben auch bald die Augen zu gemacht.
Ich hoffe, dass die Runde nach fast 10 Jahren mal durch den mittlerweile 3. Owner überarbeitet wird, sodass auch andere noch ihre Freude mit dieser Aufgabe haben.
Am Ende war ich jedenfalls froh wieder auf dem Campingplatz zu sein, wo es erstmal eine heiße Dusche gab und nach einem Glas Wein haben auch bald die Augen zu gemacht.
Aber damit war der Kurztrip noch nicht beendet. Der nächste Tag wurde gleich mal mit einen Sprung in die klaren Fluten der Müritz begonnen und nachdem die Zelte abgebrochen waren, gab es noch eine kleine Runde mit dem Rad zum Müritzhof - ja, wieder auf das Rad und ohne Einschränkungen wurden noch mal 30 km zurückgelegt und nebenher noch ein paar Dosen geloggt. Dann hieß es nach einem letzten Altstadtbummel bye bye Müritz und vielleicht bis zum nächsten mal.












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