Freuen wir uns nicht alle darauf, das Arbeitsleben irgendwann hinter uns zu wissen und endlich unsere Zeit einteilen zu können, wie es uns beliebt? Endlich leben können und die vielen zurückgestellten Träume und Abenteuer zu begehen.
Bei meinen Eltern war es nun soweit: Ruhestand, Rentner, Häuslebauer. Bevor die Füße hochgelegt werden konnte, musste erstmal ein neues zu hause für die Couch geschaffen werden. Hat man uns Kindern nicht immer gepredigt die Hausaufgaben nicht am letzten Tag zu machen? Eltern sind da wohl die besten Vorbilder, denn die Fertigstellung des neuen Hauses erfolgte fast mit Zeigersprung. Respekt für meinen kleinen Bruder, das einstige Problemkind der Familie hat hier neben Arbeit und Familie noch Hand angelegt und den Bau vorangetrieben. Danke Michi, ich weiß nicht, ob das Haus ohne dich fertig geworden wäre. Und Stefan, der den Unmut der Eltern auf sich gezogen hat, weil er versucht hat Aufzurütteln und Voranzutreiben und das umzusetzen, was man ihm anerzogen hat - Vorplanung, Termine einhalten und miteinander Reden um Kompromisse eingehen zu können. Respekt und Danke, ihr habt euern Skiurlaub eingetauscht gegen Kisten packen und Möbelrücken ...
Der Umzug ging dann gut über die Bühne - Mutter hatte gute Vorarbeit geleistet und innerhalb von 4 Stunden war der Umzugswagen gefüllt und nach weiteren 4 Stunden entladen und die Möbel an ihrem neuen Platz. Nach 2 Tagen waren sämtliche Kartons ausgepackt. Nun muss nur noch die Außenanlage hergestellt werden, Carport, Schuppen und Gartenhäuschen errichtet werden, Rasen gesät und Blumen gepflanzt werden ... Aber das liegt nun in Händen von meinen Eltern.
Ein letztes Mal habe ich in mein altes Kinderzimmer geblickt und die Spuren der Vergangenheit betrachtet. Ich habe hier mit einem Lebensabschnitt abgeschlossen, eine Tür für immer hinter mich geschlossen ... es gibt Dinge, die auch mir schwer fallen, also reißt euch mal zusammen und lebt euer neues Leben!


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