Sonntag, 7. August 2011

Schnegge Lost in MV

Ein ehemaliger Flugplatz in Pommern. Ein Event mit mehr als 2000 Leuten. Und ich bin nicht dabei? Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich in die alte Heimat fahre. Ich nenne es einfach mal kurzfristig entschieden. Sachen ins Auto geschmissen und dann ging es Freitag nach der Arbeit los. 3 Tage soll diese Veranstaltung dauern und es haben sich Gleichgesinnte aus ganz Deutschland, aus etlichen Teilen Europas und sogar aus Neuseeland angekündigt. Auf dem Weg gen Norden habe ich wenigsten einen davon überholt, wahrscheinlich aber noch viele mehr. Kurz bei Mutti halt gemacht und dann gleich weiter zum Lost Camp. Erstmal wurde ich von einer Art Volkspolizist abgefangen, der mich zur Mautstelle verwies. Hier musste die angegebene Gebühr gezollt werden und dann wurde man mit Namensschildchen und Übersichtsplan ausgerüstet. Gleich an der Anmeldung liefen mir auch schon die ersten Berliner übern Weg - die Welt ist klein :P An diesem Abend habe ich mir vorallem einen Überblick verschafft und den Sonnenuntergang über den Bodden genossen. Zum Abschluss des Abends ging es noch zur Notaufnahme nach Ribnitz, ein Cacher war gestürzt und hatte sich eine Schnittwunde zugezogen und die Sanis waren gerade heim - der Patient hat es überlebt und bekam einen schönen Verband verpasst.
Am Samstag wurde noch eine Dose auf dem Weg nach Pütnitz gesucht und dann ging es an der Mautstelle vorbei direkt auf das Gelände. Die Sonne lachte am Himmel und ich streifte über das Gelände. Hier und da ein Plausch. Es gab Rätsel zu lösen und auch kleine Spiele zu spielen. Die Outdoordealer hatten ihre Stände aufgebaut und der ansässige Technikverein zeigte, was er in den Jahren so an Militärfahrzeugen gesammelt hat. Die ganz Harten durften damit auch mal über die Piste chauffiert werden :) Für das leibliche Wohl war auch gesorgt - Steaks, Wildschwein und Wurst oder Kuchen und Waffeln - alles da. Es war heiß, schwülheiß und so zogen am Nachmittag dicke Gewitterwolken auf. Es gab einen ordentlichen Guß und danach schien die Welt wieder in Ordnung zu sein. Doch das Bild war trügerisch. Zum Abend hin versammelten sich alle in Halle 3, dort sollte neben der Preisverleihung für die Spielchen auch das Konzert der Dosenfischer statt finden. Kaum hatten diese ihre ersten Noten gespielt, fing es auch schon wieder an zu regnen. Dieser Regen wurde zu einem heftigen Gewitter mit sinnflutartigem Regen. Ich habe für mich gerade beschlossen, dass es besser sei nach Hause zu fahren, da hat der Himmel so richtig seine Schleusen geöffnet. Die Regenjacke war super, nur leider hörte sie auf Höhe des Popos auf :D Also halb nass ins Auto und hoffen, dass das Schneggenhaus auf 4 Rädern schwimmen kann :-O Die Straße war fast nur noch ein Fluß und ich war sehr froh über die Entscheidung, hier nicht mein Zelt aufzuschlagen. Das ganze Ausmaß habe ich dann auf Fotos gesehen - die Straßen waren wirklich nur noch Flüsse.
Somit war es auch ganz gut, dass ich heute nicht mehr zum Lost in MV gefahren bin, sondern noch 111 Filmdosen besucht habe ;) und im Anschluß noch eine Runde in der Ostsee gedreht habe.


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