Samstag, 13. August 2011

Mauerreste und Agentenaustausch

Heute ist ein geschichtsträchtiger Tag. Vor 50 Jahren wurde die Mauer gebaut, die dann ganze 28 Jahre gestanden und geteilt hat. Ist das ein Tag zum Feiern? Irgendwie fand ich es schon komisch, dass es überall in Berlin Feierlichkeiten zum Tag des Mauerbaus gab. Nennen wir es lieber einen Tag der Mahnung und des Erinnerns. Für mich ist das alles nur Geschichte, die Sache mit der Mauer. Umso interessanter ist es, wenn man an Orte kommt und dort direkt mit dieser Geschichte konfrontiert wird. 
Nachdem wir es gestern ruhig angehen lassen haben, wollten wir heute ein wenig raus. Der Vater wünschte sich was mit Mauergeschichte und ich wollte ein paar Dosen suchen. So ging es erst nach Lichterfelde, wo wir noch das Grab meiner Tante aufsuchten, bevor wir Richtung Potsdam weiterfuhren. Auf der AVUS ging es dann Stadteinwärts bis zur Abfahrt Wannsee, dort befand sich damals ja eine Rastanlage, die erste im Amerikanischen Sektor. Punkt 12 rasteten wir hier - Punkt 12 wo in Berlin sämtlicher Verkehr für eine Minute still stand. 
Ach ja, am Checkpoint Bravo sind wir ja gerade vorbei, also wieder zurück. Hier gab es eine Menge Informationen über die Teilung der Hauptstadt und die Abläufe am hiesigen Grenzübergang. So machte wir auch eine kleine Führung mit, die dann am Panzerdenkmal ihr Ende fand - einen Panzer gib es dort nicht mehr, der verweilt schon lange in Russland, dafür hat man damals dort eine alte Schneefräse platziert. 
Wo ich auch noch nie gewesen bin, ist die Glienicker Brücke. Viel hat man darüber ja im Fernsehen gesehen - Agentenaustausch. Umgeben von Wasser und Schlössern war diese Brücke für die Potsdamer unerreichbar, heute ist sie eine wichtige Verbindungsbrücke. Viel ist von damals nicht zu sehen. Hier und da findet man Mauerreste oder noch einen alten Wachturm oder Stätten, die zur Verdeutlichung künstlich wieder hergerichtet wurden ... So war das mal und so blicken wir darauf zurück. 


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