Schon mal mit dem Fahrrad auf der Autobahn unterwegs gewesen?
Ich schon und vielleicht auch nur deswegen hab ich diesen Irrsinn mitgemacht :D
Gestartet bin ich um 11:45 am S-Bahnhof Spindlersfeld, wo ich neben einer geringen Anzahl Mitstreiter auf das Feld aus Frankfurt/Oder und Fürstenwalde wartete. Die waren auch pünktlich und nachdem dann die nächsten Kreuzungen abgesperrt waren, bewegten wir uns auch endlich. Nun ging die Fahrt auf die Spindlersfelder Brücke und dann weiter auf der Straße an der Wuhlheide bis wir die Edisonstraße erreichten. Diese führte uns Radler dann über die Siemensstraße zur Köpenicker Landstraße bis zum Baumschulenweg, wo schon eine weitere Gruppe wartete. Auch hier musste die Polizei die armen Autofahrer für die nächste Zeit vertrösten, das galt auch für alle die auf die Sonnenallee wollten. Denn hier kamen wir und fuhren dann bis zur Grenzallee/Ecke Karl-Marx-Straße und dann war erstmal Schluß mit Fahren. Der Treffpunkt Grenzallee vereinte 4 große Truppen, die dann alle auf die Stadtautobahn A100 fahren sollten. Wer Glück hatte, der hatte ein schattiges Plätzchen gefunden und wer konnte, der suchte sich einfach eins. Hier standen wir nun und es dauerte geschlagene 60 Minuten bis es weiter ging. Mittlerweile habe ich Enrico angefunkt und es stellte sich heraus, das er auch noch nicht die Autobahn erreicht hatte und so fuhr ich erstmal in seine Richtung - ein schöner Schattenplatz unter der Brücke. Und dann waren wir auch fast die letzten, die in den Britzer Tunnel einfuhren - war das wunderbar kühl dort. Für den Blitzer hat es leider nicht gereicht, die Anzeigen wechselte mittlerweile schon auf den Autobetrieb (80 km/h), also genoss ich einfach diese Tunnelparty, denn für Musik sorgten ein paar Jungs mit ihrer Soundanlage montiert auf einem Fahrradanhänger.
Die Autobahnfahrt endete dann an der Abfahrt Alboinstraße und fortan fuhren wir über Schöneberg, Martin-Luther-Straße, Ku'Damm vorbei am Bahnhof Zoo zum Theodor-Heuss-Platz und dann auf den 17. Juni. Eine Runde wurde noch um die Siegessäule gedreht, bevor wir uns die letzte Meile zum Brandenburger Tor schiebender Weise durchkämpften, immer auf der Suche nach Flüssignahrung. Es war heiß, so richtig heiß und die Sonne hatte einfach kein Erbarmen. Die Wasservorräte waren aufgebraucht und es dürstete mich und was gab es? Ökos, die ihre Produkte für teuer Geld feilboten. Aber was bringt mir ein Glas Wasser? Am Brandenburger Tor gab es dann einen Getränkestand, der gegen Spende irgendein Bionadeverschnitt ausgegeben hat. Das war echt doof, bei jedem Marathon wird Wasser bereitgestellt und hier? Bei Frau Merkel vor der Tür fanden sich wenigsten ein paar Wasserspiele, die für Abkühlung sorgten und das tat so richtig gut.
Dann ging es auch schon wieder heim, das Dosensuchen war bei der Hitze auch nicht so das wahre, aber ein Abstecher im Café Mythos war neben dem einsetzenden Regenschauer wunderbar angenehm. Ein Weizenmix im Liegestuhl genießen und dabei leicht beregnet werden - wundervoll :D
Beitrag aus der Abendschau: http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20110605_rad.html
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