Dann wollen wir uns mal auf die Räder schwingen. Entlang des Mauerweges geht es Richtung Innenstadt. Das Wetter ist herrlich und wir fahren über die Sonnenallee entlang des Landwehrkanals nach Treptower Park. Immer wieder die Frage, wo denn jetzt der Osten und wo der Westen war. Manchmal ist das gar nicht so einfach zu beantworten und obwohl der Mauerverlauf durch Schilder und Kopfsteinpflasterstreifen gekennzeichnet ist, hab ich ihn dann doch mal aus den Augen verloren.
Und dann sagte Stefan irgendwann, dass sein Vorderreifen Luft verlieren würde - verdammt. Flickzeug hab ich ja, aber das liegt zu Hause. Heute ist Karfreitag und somit haben sämtliche Geschäfte geschlossen. Plan B sieht vor, dass Claudia und ich zum Ostbahnhof radeln, da haben heute einige Geschäfte dennoch geöffnet. Auf dem Weg dorthin fragen wir an einigen Tankstellen nach, aber Fehlanzeige. Auch beim Lidl, Rewe und Rossmann bekommen wir nix. Aber ein Plan C entwickelt sich: Fahrradverleih. Der will aber nur helfen, wenn wir vorbei kommen. An einer Tankstelle bekommen wir letztendlich doch noch Flickzeug, was ohne Werkzeug aber auch nicht viel bringt. Also wird das Rad geschultert und eine S-Bahn Station weiter zum Fahrradverleih gebracht. Einige Euros später können wir unsere Tour wieder fortsetzen.
Nun haben wir dank Claudias Aufmerksamkeit auch den Mauerverlauf wiedergefunden und es geht weiter zum Checkpoint Charlie, Potsdamer Platz und Brandenburger Tor. Die Sonne brennt und uns gelüstet es nach einem Eis. Dieses genehmigen wir uns dann am Hauptbahnhof. Und dann muss ich die beiden ein wenig bremsen, wir sollten uns genau überlegen, wie weit wir jetzt noch fahren, schließlich müssen wir auch noch zurück. Und irgendwie bahnen wir uns auch den Weg zurück. Noch ein kurzer Stopp am Treptower Park - Curry Wurst tanken und Cache suchen und dann endlich runter vom Sattel. Das waren dann mal eben 60 km und genauso fühl ich mich auch - ab ins Bett ...
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