Samstag, 19. Februar 2011

Nachtschicht - Berolina Stammtisch: La Bottega Da Franco

Es ist Freitag und es ist mal wieder so weit, der Stammtisch ist eröffnet: Heute in der Altstadt Spandau. Also mache ich mich gleich nach der Arbeit auf den Weg - praktisch, die U7 fährt bis hierher durch. Diesmal gehöre ich nicht zu den Letzten und auch wenn sich diesmal wieder die Massen angekündigt haben, schien es gar nicht überlaufen zu sein. Also gab es erstmal was zu essen und viel Plauderei.
So harmlos hat der Abend begonnen, bis mic@ dann fragte, ob ich nicht Lust auf einen Nachtcache hätte. Na klar, warum nicht. Taschenlampe steckt im Rucksack, wie auch ein paar andere Utensilien und meine Büroklamotten waren so oder so reif für die Waschmaschine. Die Nacht war jung und so fuhren wir los Richtung Schönwalde nordwestlich von Berlin. 
18.02.11 22:22 Uhr: Acht Leute erleuchten sich einen Weg durch einen dunklen Wald - getreu dem Motto: clever und smart durch die Nacht - doch hier warfen nicht nur Bäume ihre Schatten, denn bald sahen wir auch die Ruinen vergangener Tage vor uns. Die ersten Stationen waren nur der Vorgeschmack, was wir in den nächsten Stunden finden werden. Von Stunde zu Stunde wurde es kälter und der S-Bahn sein dank, habe ich meine Thermounterwäsche angezogen (warten auf die S-Bahn ist aber nicht ansatzweise so kalt, wie diese Nacht). Dann auf einmal Licht am Waldesrand. UFO? Nein, ein Auto. Oha. Besonders Geländegängig ist das aber nicht. Jungendliche. Mit Taschenlampen. Und nu? Weiter gehts, immer nach dem Prinzip: Die haben mehr Angst vor uns, als wir vor ihnen. Und die sind bestimmt froh  wieder ungestört zu sein :D 
Immer raffiniertere Aufgaben wurden uns gestellt und wir taten alles daran keine Hinweise zu vergessen. Notierten und dokumentierten alles, was wir gesehen und auch nicht gesehen haben. Plötzlich bekamen wir Besuch von anderen Cachern, die es schon mal bis zum Finale geschafft hatten. Das Finale war für uns noch lange nicht in Reichweite, aber dafür befanden wir uns an einer Station, die die beiden aufgrund der Witterungsverhältnisse in ihrer Nacht nicht kannten. Sie begleiteten uns noch drei Stationen lang. Nach großem Schrecken - wo ist FrankFranks Brieftasche? Ist es die Schwarze dort? Und huch wer ist das denn? - und weiter sinkenden Temperaturen stand nun im Raum, ob wir dieses Abenteuer in einem Ritt durchziehen oder nicht. 3/4 der Truppe beschloss weiter zu machen, wann würden wir auch je wieder in einem so klasse Team hier aufschlagen. Dennoch war es vernünftig, dass die anderen beiden umkehrten - ohne die warmen Unterhosen hätte ich mich auch vorzeitig verabschiedet. Da waren es dann nur noch sechs und die waren fest entschlossen sich vor der Anbruch des Tages im Logbuch zu verewigen. Tapfer stellten wir uns weiteren kniffligen Aufgaben und zum Schluss sollte sich zeigen, wie gut wir waren, dass wir jeden Hinweis, abwegig oder nicht, gefunden hatten. 

Kurzum 19.02.11 5:55 Uhr haben wir uns im Logbuch verewigt. 


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