Samstag, 29. Januar 2011

Nordreise

Inspiriert durch Muttis Besuch letztes Wochenende, musste ich unbedingt noch einmal hierher zurückkehren - zurück in den Norden - zurück zu einem weiterem Teil Berliner Geschichte. Hier warteten noch ein paar Dosen, die ich mir holen wollte und dazu schlossen sich dann auch noch ein paar Leute an. Nachdem sich Max, sein Bruder Tom und Enrico sich am Nordbahnhof eingefunden hatten, machten wir uns auf die Spuren der Geschichte um den ehemaligen Stettiner Bahnhof - einst ein großer Bahnhof, dann durch den Krieg stark zerstört worden und der S-Bahnhof wurde durch den Mauerbau zum Geisterbahnhof verbannt. Erst mit dem Mauerfall kam hier wieder Leben in die Gegend. Selbst der Friedhof nebenan hat unter dem Bau der Mauer gelitten, Tote mussten dem Betonwall weichen. Aber unser Vierergespann hat vor keiner Mauer halt gemacht. Wir haben die alten Mauern des Empfangsgebäudes des Stettiner Bahnhofs bestaunt, denn sie haben Krieg und Sozialismus überstanden. Wir haben vor einer Backsteinmauer gestanden, die bei genauerem Hinsehen verriet, wer die einzelnen Steine gebrannt hat. Und dann war da auch noch ein Stück Mauergeschichte, dass man der Nachwelt im Original erhalten hat - samt Todesstreifen und Wachturm mahnt diese Gedenkstätte nicht zu vergessen, wie schrecklich es hier noch vor gut 20 Jahren gewesen ist. 
Es war wahnsinnig kalt, aber die Sonne gab immer wieder Kraft - ein wunderschöner Tag. Irgendwann befanden wir uns am Rande vom Prenzlauer Berg mit herrlichem Blick Richtung Mitte direkt auf den Fernsehturm. Doch unsere Reise war noch nicht ganz beendet - es gab da noch eine Sache, die wenigsten 3/4 unserer Truppe schwer im Magen lag: Die Dose an der Samariterkirche. Und wer hats gefunden? Enrico. Haken hinter und das sollte dann auch für heute reichen. Hat eine halbe Ewigkeit gedauert, bis ich wieder aufgetaut bin nach dieser Nordreise. Fazit: 8 Dosen - 4 Tradis und 4 Multis.

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