Samstag, 23. Mai 2015

Viele bunte Türme

Heute ging es an die südliche Grenze von Brandenburg. Ich hatte einige Aussichtstürme auf dem Plan und damit ging es früh los. 

Den Aussichtsturm Calauer Schweiz konnte ich gleich von der Liste streichen, denn aus einem Zeitungsartikel konnte ich entnehmen, dass dieser vor mehr als einem Jahr zurückgebaut wurde und nur noch die Wegweiser an diesen erinnern.


So fuhr ich gleich nach Lauchhammer zu den Biotürmen. Es sind Relikte der Koksproduktion in der Lausitz und stehen heute unter Denkmalschutz und einer der 22 Türme dient sogar als Aussichtsturm. Über die Website war nicht viel über die Öffnungszeiten zu erfahren, also bin ich einfach mal hingefahren. Vor Ort wies mich ein Schild darauf hin, dass man an Sonn- und Feiertagen das Gelände besuchen kann.


So hinterließ ich einen Logbucheintrag und fuhr weiter nach Kahla. Als ich arbeitstechnisch noch viel in der Gegend war, fiel mir immer dieser mysteriöse Turm am Wegesrand auf. Es handelt sich um einen Berzitturm. Es ist eine Ruine aus der Kohlezeit - hier sollte mit dem Berzitverfahren Kohle getrocknet werden. Das Gelände wurde erkundet und der Turm inspiziert, allerdings nur von der untersten Ebene, denn es sah alles nicht mehr so vertrauenswürdig aus. 



Nun ging es weiter bergauf und zwar zur höchsten Erhebung Brandenburgs. Die Heidehöhe liegt mit seinen 201 Meter direkt an der Grenze zu Sachsen und ist ein Stück Höher als der Kutschenberg, dem höchsten Berg Brandenburgs. Wenige Meter weiter über die Landesgrenze hinaus, steht auch schon der Heideberg-Turm.



Ausblick genossen, Fotos geschossen, Logbuch signiert und Schlange anvisiert, so ging es weiter zur Königsbrücker Heide. Erster Stopp war der Zochauer Heideturm. Nach 2 km Fußweg kam ich auf dem ehemaligen Flugfeld an und genoss den Blick vom 6,40 Meter hohen Turm über das gelbe Ginster Farbenmeer. Die Grillen zirpten, der Kuckuck rief durch den Wald und für mich ging es weiter zum Haselbergturm.



Nach einer Cappuccinopause waren die Energiereserven wieder gefüllt und ich erreichte nach 15 Minuten Fußmarsch den 34 Meter hohen Haselbergturm. In luftiger Höhe bot sich mir ein wahnsinnig weiter Ausblick über das gesamte Naturschutzgebiet und die angrenzende Landschaft.


Nun fehlte noch der Turm in der Buckschen Schweiz. Nach etwas zick zack laufen, habe ich ihn dann auch gefunden. Unterhalb des Turms hatte eine Familie ihre Brotzeit ausgepackt, aber den Turm hatte ich für mich allein. Und somit auch den Ausblick über die Glassandgruben und die Lausitz.



Der Tag neigte sich nun dem Ende und es war Zeit nach Hause zu fahren. Somit gibt es demnächst 4 neue Turmvideos und Berichte im Turmblog und der Zähler bei Geocaching erhöht sich auch um 6 Dosen.

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