Dem Großstadtdschungel entfliehen. Raus aus der Stadt, rein in die Natur. An den See, auf den Turm.


Das ist der Plan für den heutigen Samstag. Das Wetter ist großartig und ich fahre nach Biesenthal. Hier erwartet mich mein erster Turm - der Kaiser-Friedrich-Turm. Ich bin fast allein auf dem Schlossberg und ganz allein auf dem Turm. Nur ein Eichkater klettert im Baum gegenüber und ich beäuge ihn lange und genieße die Aussicht. Schnell noch ein paar Fragen für einen Cache beantworten, Logbuch signieren und weiter geht die Fahrt.

Nächster Halt Joachimsthal - das
Biorama-Projekt. Ein Künstler, ein Wasserturm - oder besser eine Wohnung mit Fahrstuhl und öffentlicher Aussichtsplattform. Ja klar darf ich auch die Treppe benutzen, hoch und immer höher. Wow. Einer der weltweit größten zusammenhängenden Buchenwälder auf der einen und der Grimnitzsee nebst Joachimsthal auf der anderen Seite. Ob ich eine Architektin sei? Nein, mich faszinieren nur Türme. Und so bekomme ich noch eine Privatführung durch eines der angrenzenden Gebäude, was mal eine Kunstgalerie werden soll, wie mir der Turmeigentümer erklärt.
Dann noch ein Abstecher zum Kaiserbahnhof. Einen Cache später verlasse ich Joachimsthal in Richtung Werbellinsee.
Bevor es zum dritten Turm geht, geht es an den See. Faszinierend. Die Farbe des Wassers, die Natur und das alte Pionierlager. Ein Cache führte mich über das Gelände und ich entdecke so einiges aus vergangener Zeit. Doch es ist nicht alles Lost hier, es wurden viele Gebäude wieder belebt. Zurück ging es am See und die Erkenntnis wuchs - ich werde wieder kommen. Schön hier.

Rapunzel, Rapunzel lasse dein Haar herunter oder wenigstens den Schlüssel. An der südlichen Spitze des Werbellinsees liegt Wildau, ein Ortsteil von Eichhorst. Und hier steht der Askanierturm. Doch die Tür ist verschlossen. Ein Schlüssel naht. Nein, ich darf nicht mit hoch, schließlich mussten 0,50 € gelöhnt werden und die Adresse hinterlegt werden. Gut, dann hole ich mir einen eigenen Schlüssel. Ein zweiter Schlüssel war nicht da und so wartete ich im Café
Kunst und Rad Wildau, doch der Schlüssel kam nicht zurück. Also lief ich wieder zum Turm, aber da war niemand mehr. Zur Beruhigung zwei Logbücher signiert und dann lief ich zurück zum Café. Hier nahm man mich am Händchen und es ging zum Hotel und dort hat sich in der Zwischenzeit der Schlüssel wieder angefunden.
Danke, vielen Dank. Ich werde wiederkommen auf ein Stück selbstgebackenen Kuchen und vielleicht einem kleinen Tänzchen ;)
Nun gab es aber nur noch mich und den Turm, den Turm und mich. Ganz für mich allein.
Rapunzel ich rette dich...
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