Dienstag, 9. Juli 2013

Nach der Flut

Beinahe unschuldig fließt die Elbe in ihrem Bett dahin. Doch sie hat viele Spuren hinterlassen und somit kann sie nicht leugnen ihre Bahnen verlassen zu haben. Wälder und Felder die auch fern ab trotz der langen Trockenheit von Wasser bedeckt sind. Felder auf denen man nicht mal mehr ahnen kann, was hier einst mal gewachsen ist oder wo die Vegetation deutlich die Fließrichtung wiedergibt.
Wir erreichen Schönhausen/Elbe, wollen glücklicherweise auch nicht weiter, weil die Straße Richtung Havelberg weiterhin gesperrt ist. Wir passieren einen Supermarkt, vor dem ein großer Container steht. Wenn man sieht, wie hoch das Wasser hier stand, dann weiß man auch, warum das letzte Inventar auf dem Parkplatz parkt, ebenso wie die 4 Postautos, die bis über die Motorhaube mit Schlamm bedeckt sind, ist alles nur noch Schrott. Eine Straße weiter haben Anwohner ihre Habseeligkeiten, die sie nicht mehr in Sicherheit bringen konnten, am Straßenrand zur Entsorgung gestapelt. Auch hier sehen wir den Stand des Wassers noch an den Häuserwänden. 
Aber am Schlimmsten ist der Geruch, der uns umweht, als wir aus dem Auto in die Sonne hinaustreten. Sowas wie frische Gülle auf den Feldern und/oder Brackwasser nur viel intensiver. Am Bahnhof ertönen die Durchsagen, dass bis auf weiteres hier keine Züge fahren, aber die Kollegen sind schon fleißig dabei, diesen Zustand zu ändern. Hier und auch in Fischbeck herrscht reges Aufräumen, aber der Normalzustand wird wohl noch lange auf sich warten lassen ...






 

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