Der Plan sah vor, das ich mich heute in den Zug nach Berlin setze. Dieser Plan wurde geändert. Unter Androhung in einem Dirndl heimfahren zu müssen, ergab ich mich und sagte bereitwillig zu, noch einen Tag ran zu hängen. Das Wetter war auch zu schön und das Oktoberfest erwartete meinen ersten Besuch.
Den Vormittag haben Claudia und ich noch zum Dosensuchen genutzt, wir haben uns diesmal den Münchener Osten ausgesucht. Und nach eher mittelmäßigen Erfolgen, haben wir uns ganz auf die Vorbereitung für die Wiesn konzentriert.
Grundlage schaffen: Schnitzel, Knödl und Rotkohl.
Dann noch ein wenig verdauen und relaxen. Stefan und Claudia haben sich noch in Schale geworfen - Dirndl und Lederhosen und dann ging es am frühen Abend Richtung Theresienwiese. Ganz großes Kino. Diese riesigen Hütten, in denen maßweise Bier fließt und Musik aller Art zum Besten gegeben wird. Menschen wohin das Auge blickt. Ich fühle mich ein wenig fehl am Platz, denn irgendwie scheint hier jeder in Tracht zu sein und das sind definitiv nicht nur Einheimische. Ich weiß ja nicht, ob ich das Regelwerk des Oktoberfests richtig verstanden habe, aber ich glaube, nur der der an einem Tisch sitzt, der bekommt wird hier bewirtet. Und hier einen Platz zu finden, war eine echte Herausforderung. Also schlüpfen wir im Paulaner von einer Reihe zur nächsten, immer auf der Suche nach 3 freien Plätzen. Wie man ab und an beobachten kann, kann man auch versuchen einen Kellner zu bestechen, aber das scheint nur an trinkgeldschlechten Tagen zu funktionieren. Zum Glück treffen wir auf Bekannte von Stefan und Claudia, an deren Tisch wir dann ein Plätzchen finden. Nun mal her mit der Maß :D Durch die Biermarken, die wir dabei hatten, war das Radler gleich günstiger, immerhin lag der Preis für ein Maß Bier dieses Jahr bei 9,10 €. So stießen wir an und obwohl der große Bruder mir vorweg Unterstützung für den letzten halben Liter anbot, musste er feststellen, dass da nichts für ihn übrig bleiben wird.
Nach dieser Abkühlung nahmen wir uns mal die anderen Zelte vor, aber nur gucken. Noch war es kein Problem überall mal hinein zu sehen, nur bei wenigen war schon wegen Überfüllung geschlossen. Und so erfuhr ich, wo die Promis feiern, wo man am besten Promis gucken kann und wo es die leckersten Leckereien gibt.
Am Hippodrom kam ein Mädel auf mich zu, deutete auf meine Fototasche und stotterte: Das ist doch ... Ist das nicht ... Gary. - Hey, Schnegge, du bist berühmt :D
Noch einen Abstecher über den Rummel und dann ging es auch bald heim. Morgen heißt es ja wieder früh aufstehen und zurück nach Berlin.
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