Sonntag, 29. Mai 2011

Im Bann des Riesenrad

Weit aus der Ferne kann man es sehen. Ob man über die Elsenbrücke fährt oder am Kraftwerk Klingenberg einen Blick über die Spree wirft, immer ist es da. Als ich ganz neu in Berlin gewesen bin, habe ich mich immer gefragt, wo das Teil eigentlich steht und was es da gibt und dann kam der Tag an dem ich den Spreepark im Plänterwald entdeckte und nun wusste ich auch, wo das Riesenrad steht. Die Geschichte des Parks möchte ich gar nicht weiter erzählen, denn das kann man wunderbar hier nachlesen www.berliner-spreepark.de. Nur soviel: Ein verlassener Ort - ohne Vergnügen.
Jeder möchte mal gerne auf die andere Seite des Zauns, aber das Gelände wird dauerhaft bewacht. Mittlerweile gibt es Führungen, an denen man für teuer Geld teilnehmen kann und dann ist da noch das Café Mythos, was es mir ermöglicht hat, wenigstens ein paar Schritte auf das Gelände zu wagen.
Dann gab es da diesen Artikel in der Zeitung: Lunapark - 4 Festtage auf dem Spreeparkgelände organisiert von HAU mit ganz viel Programm. Schon fast vergessen, war heute die letzte Möglichkeit an diesem Spektakel teilzunehmen. Enrico äußerte auch Interesse und so verabredeten wir uns kurz vor Öffnung am Haupteingang. Ich war ein wenig zu früh, aber der Vorplatz war schon gut besucht und somit eröffnete ich das Schlangestehen. Es sollte auch nicht lange dauern, dass man das Ende dieser nicht mehr sehen konnte. 
Auf die Tore, fertig los. Eintritt 5 Euro. Und dann gleich zur Parkeisenbahn, die eigens für dieses Event zum Laufen gebracht wurde, damit wir hier nicht später auch noch Anstehen müssen. Damit gab es erstmal eine kurze Runde um das Gelände, bevor wir es zu Fuß erkunden sollten. Viel konnte man nicht sehen, da viele Wege versperrt waren, dennoch soviel konnte man von außen nicht sehen. Eine kleine Überführungsfahrt auf einem Bierbike haben wir uns auch noch gegönnt - gab bloß kein Bier dazu :D. Und überall und immer wieder gab es was aus dem Programm der HAU: Von skurriler Musik, über Mud Wrestling und dann auch noch die Diskussionsrunde mit Politikern und Bürgerinitiative über die Zukunft des Parks. Zum Abschluss haben wir uns noch einer Tour angeschlossen, die das Thema Vergnügungspark im sozialwissenschaftlichem Sinne unter die Lupe genommen hat. 
Auch wenn wir nicht hungern mussten und auch Getränke käuflich zu erwerben waren, wollten wir nach knapp 9 Stunden doch irgendwann heim, die Kinder des Kultur- und Spreeparks hinter uns lassen. Ich hätte mich wohl richtig geärgert, wenn ich diese Chance heute nicht ergriffen hätte - es war ein wunderschöner Tag.


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