So einfach ist es dieses Jahr nicht gewesen mit Weihnachten. Eigentlich wollte ich nicht zu meinen Eltern fahren, da ich aber Heiligabend frei hatte, sollte es dann doch so sein. Eins war von vornherein klar: das Auto bleibt stehen. Der Wetterbericht verkündete nichts gutes und so war ich hin und her gerissen und das Hin hat gewonnen und ich hab am Donnerstag den letzten Zug Richtung Rostock bestiegen. Bis zur Berliner Stadtgrenze lief auch alles ganz gut, danach kam dann die Ansage, dass man an den folgenden Halten vorsichtig Aussteigen solle, es sei glatt und es gäbe hier heute keinen Winterdienst mehr. Ein Blick nach draußen sagte auch alles - spiegelblank, sogar der Schnee war reines Eis. Ich hatte mich ja schon auf mein Buch gefreut, da es draußen dunkel war und es somit nichts zu sehen gäbe, aber das änderte sich damit, der grüne Funkenflug, den die Stromabnehmer verursachten, hüllte die umliegenden Wälder in ein magisches Licht. Ab Neustrelitz fing es dann an zu regnen und vor Waren/Müritz machten wir Halt - die Eiszapfen an den Laternen wuchsen bedrohlich schnell , dass ich schon das Ende der Fahrt befürchtete. Auch der nächste Halt auf freier Strecke, bedeutete noch nicht das Ende unserer Fahrt und auf dem Weg nach Güstrow wandelte sich der Regen zu Schnee. Mittlerweile hatte der Zug über 45 Minuten Verspätung und der Morgen des 24. war angebrochen. Was mein Empfangskomitee wohl die ganze Zeit getrieben hat? Ohne meine Infos, wären sie in Rostock wohl ahnungslos geblieben.
Die letzten 30 Kilometer mussten wir noch mit dem Auto durch Schnee und Wehen. Aber auch hier gab es glücklicherweise keine Zwischenfälle. Am Tage war das Ausmaß erst so richtig zu sehen - die meisten Züge fielen aus und die Straßen waren durch die Schneewehen zum Teil unpassierbar geworden. Meine Beschäftigung für den Vormittag war somit Schneeschippen.
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